„Ich habe immer gedacht: Ich bin eine Super-Führungskraft. Mir fiel es leicht, alle mitzunehmen – bis ich zum ersten Mal unangenehme Entscheidungen treffen musste.“ So schilderte Per Ledermann, CEO des Stifteherstellers Edding, 2024 im impulse-Interview die Herausforderung, ein Unternehmen zu führen, wenn sich der Wind dreht. Damals hatte der Firmenchef gerad das viel beachtete Experiment eines eigenen Nagellacks beendet, weil der Erfolg ausblieb – auch das internationale Geschäft war unter Druck geraten.
Ein Unternehmen im Wandel oder gar in der Krise stellt immer auch besondere Anforderungen an die Führung der Angestellten. Entscheidungen müssen erklärt und Ängste aufgefangen werden. Obendrein sollen Unternehmerinnen und Unternehmer auch noch Zuversicht vermitteln. Wie kann das gelingen?
Unternehmen stehen unter Druck
Aktuell sehen sich viele Führungskräfte gezwungen, unangenehme Entscheidungen zu treffen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern sich – Verbraucher verschieben nicht notwendige Ausgaben und Firmenkunden zögern Zahlungen hinaus. Immer mehr Betriebe geben auf oder melden Insolvenz an: 2025 stieg die Zahl der Insolvenzen um 10,3 Prozent auf 24.000 betroffene Unternehmen. Weitere 270.000 Firmen stellten den Betrieb ein, wie aus den Daten des Statistischen Bundesamts hervorgeht.
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