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Social-Media-Engagement „Ich habe 5000 Freunde – mehr geht nicht bei Facebook“

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Wenn Vanessa Weber einen neuen Beitrag bei Facebook postet, steht der Computer nicht mehr still: Ihr Netzwerk reagiert mit Likes, Herzen und Kommentaren.

Wenn Vanessa Weber einen neuen Beitrag bei Facebook postet, steht der Computer nicht mehr still: Ihr Netzwerk reagiert mit Likes, Herzen und Kommentaren.© onemorenametoremember / photocase.de

Vanessa Weber ist sehr aktiv bei Facebook. Ihr privates Social-Media-Engagement bringt auch ihre Firma voran, erzählt die Unternehmerin. Wie ihr Business dadurch profitiert - und auf welche Strategien sie setzt.

Wer mein Profil auf Facebook aufruft, erfährt eine ganze Menge über mich: zum Beispiel, dass ich aktuell einen Fitnesstrainer suche, der bei Werkzeug Weber Aerobic und Qi Gong anbietet. Und wie sehr ich mich über das positive Feedback für eine Vorlesung gefreut habe, die ich halten durfte. Wer etwas weiter zurückscrollt, findet sogar Bilder von meinem letzten Urlaub. All das ist für jeden Facebook-Nutzer einsehbar – auch für die, die nicht mit mir befreundet sind. Denn ich poste in der Regel öffentlich.

Warum ich so viel Privates von mir preisgebe, werde ich manchmal gefragt. Meine Antwort ist klar: Facebook ist für mich nicht nur ein soziales Netzwerk, das mir Spaß macht. Ich nutze es auch strategisch, um meine Firma und mich als Unternehmerin voranzubringen.

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Das bringt mir Facebook fürs Business

Ich bekomme neue Kontakte.

Nachdem ich gepostet hatte, dass ich einen Fitnesstrainer für meine Firma suche, bekam ich innerhalb kürzester Zeit zig Kontakte zugeschickt. Anfragen wie diese funktionieren bei mir meistens richtig gut: Große Netzwerker haben einfach große Netzwerke.

Ich gewinne neue Aufträge.

Neulich hat mich ein Unternehmer in der Region angesprochen: Er habe über Facebook mitbekommen, dass wir auch Betriebsreinrichtungen machen. Auf diese Weise sind schon öfter Aufträge zustande gekommen, auch schon mal ein richtig großer.

Ich mache Werbung in eigener Sache – und für das, was mir wichtig ist.

Vor kurzem bin ich in der Innenstadt zufällig unserer Bürgermeisterin begegnet. Sie sprach mich an und sagte: „Ich verfolge auf Facebook, was Sie alles machen und was Sie für die Region tun. Ihren Einsatz finde ich toll, machen Sie weiter so!“ Solche Erlebnisse zeigen mir, welche Chancen in einem Social-Media-Engagement stecken.

Ich nutze meine Reichweite, um Themen und Aktionen bekannt zu machen, die mir wichtig sind. Zum Beispiel poste ich regelmäßig über meine Baumpflanzaktionen mit den Kindern, die unter anderem die Aschaffenburger Wirtschaftsjunioren, aber auch wir als Sponsor gemeinsam mit Plant-for-the-Planet organisieren.

Ich stärke meine Arbeitgebermarke.

Um noch mal auf das Beispiel mit dem Fitness-Trainer zurückzukommen: Solche Beträge zahlen auch auf meine Arbeitgebermarke ein. Denn in sozialen Netzwerken unter Umständen auch Arbeitnehmer auf, die einen neuen Job suchen. Und so ein Post zeigt: „Wir als Unternehmen tun etwas für unsere Mitarbeiter.“

Meine Facebook-Strategie

Ich poste als Privatperson, nicht auf einer Facebook-Seite.

Mich kann man nicht „liken“. Mein Profil ist ein ganz normales Personenprofil.

Natürlich haben wir auch eine Facebook-Seite für Werkzeug Weber, aber da ist bei Weitem nicht so viel los wie auf meiner Profilseite. Ich hatte mir auch mal eine professionelle Seite für mich als Speakerin angelegt, aber die habe ich wieder stillgelegt. Auf meinem privaten Profil funktioniert die Interaktion einfach am besten.

Ich überlege ganz genau, was ich poste.

In Bierlaune peinliche Fotos schießen und auf Facebook hochladen? Das würde ich nie tun. Ich habe immer einen Filter im Kopf: Poste nichts, was du nicht auch über dich in der Zeitung lesen wollen würdest. Ein guter Schutz: mit der eigenen Mutter, dem Steuerprüfer und lokalen Journalisten befreundet sein. Wenn die es nicht wissen dürfen, gehört die Info nicht auf Facebook!

Ganz selten kann es aber auch mir mal passieren, dass ich hinterher nicht ganz glücklich bin mit einem Beitrag. Im letzten Urlaub hatte ich zum Beispiel ein Foto von mir gepostet. Es ist zwar ein Porträt, man sieht nur den Kopf und die Schultern. Aber man sieht, dass ich einen Bikini trage.

Da habe ich im Nachhinein überlegt: Passt das zu mir als Geschäftsfrau? Wenn Kunden oder Lieferanten das sehen – denken die an das Foto, wenn ich denen das nächste Mal im Businessoutfit gegenübersitze? Ich habe die Sichtbarkeit für das Bild daraufhin eingeschränkt: Nun dürfen es nur noch Freunde auf Facebook sehen.

Ich pflege mein Netzwerk auch auf Facebook.

Willkürlich Fremde zu Facebook-Freunden machen, das ist nicht mein Stil. Ich kann mit jedem Namen in meiner Freundesliste was anfangen: Entweder kenne ich die Menschen persönlich, ich hatte bereits mit ihnen zu tun oder sie gehören einem meiner zahlreichen Netzwerke an.

Dennoch habe ich 5000 Freunde – mehr geht nicht bei Facebook. Daher muss ich mir ganz genau überlegen, wie ich mit Anfragen umgehe. Zum Glück kann man private Profile mittlerweile abonnieren. Auf diese Weise können auch die Leute meine Posts verfolgen, mit denen ich mich leider nicht mehr verbinden kann. Das macht eigentlich keinen Unterscheid, da ich so gut wie alles öffentlich poste und jeder Abonnent die Posts auch sehen kann.

Dazu noch ein kleiner Tipp: Wer anderen erlauben will, die eigenen Posts zu abonnieren, muss die Funktion erst in den Einstellungen aktivieren.

Ich poste regelmäßig.

Ich versuche, mindestens einmal pro Woche auf Facebook etwas von mir hören zu lassen. Wenn ich auf einer spannenden Veranstaltung bin, denke ich inzwischen automatisch daran, meinen Facebook-Freunden davon zu berichten.

Da mir das Spaß macht, sehe ich es nicht als Arbeit an. Das halte ich übrigens für ganz wichtig: Ich persönlich fühle mich auf Facebook wohl. Aber wer das Netzwerk nicht mag, sollte sich nicht dazu zwingen, dort aktiv zu sein. Vielleicht ist für andere ja auch eher Twitter das Richtige, mit seiner schnellen, gewitzten Interaktion? Oder einer der bildlastigeren Social-Media-Kanäle wie Instagram oder Pinterest? Sicher weiß jeder selbst am besten, was zu ihm passt.

Ich sorge dafür, dass meine Beiträge von vielen gelesen werden.

Wenn ich will, dass ein Beitrag möglichst viele meiner Freunde und Abonnenten erreicht, veröffentliche ich ihn morgens vor 7 Uhr. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich so die meisten Reaktionen bekomme. Außerdem poste ich fast nie ohne Bild; denn ich weiß, dass solche Postings öfter ausgespielt werden. Außerdem fallen sie mehr auf. Wenn ich kein passendes Bild habe, poste ich den Text auf einem Hintergrund. Dafür gibt es bei Facebook inzwischen sogar eine eigene Funktion; damit geht es ganz einfach.

Außerdem reagiere ich natürlich auf Kommentare: Ich klicke „Gefällt mir“, antworte auf Fragen. Das ist übrigens gleichzeitig ein kleiner Tipp, um einen Beitrag zu befeuern: Wenn man selber kommentiert, wird er mehr gesehen, da er in der Timeline wieder nach oben rutscht. Immer wieder stelle ich auch selbst Fragen oder markiere andere in meinen Beiträgen, um sie einzubeziehen.

Ich würde aber nie etwas erfinden, um viele Likes zu bekommen. Das, was man über mich auf Facebook lesen kann, das bin ich!

Manchmal habe ich aber auch eine komplett handyfreie Zeit – und das finde ich mindestens genauso wichtig.

Wie geht ihr mit Facebook um? Habt ihr weitere Tipps? Nervt euch Facebook vielleicht sogar mittlerweile? Ich freue mich wie immer über eure Kommentare!

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6 Kommentare
  • Tim Neubert 20. März 2018 23:42

    Hallo Frau Weber,

    Sie haben geschrieben:
    Wie geht ihr mit Facebook um? Habt ihr weitere Tipps? Nervt euch Facebook vielleicht sogar mittlerweile? Ich freue mich wie immer über eure Kommentare!

    Ich weiß nicht warum, aber irgendwie nehme ich Ihnen das nicht ab. Sie freuen sich auf Kommentare. Nun haben Sie welche.. und es gibt keine Reaktion von Ihnen. Na ja hier ist ja auch nicht Facebook und es sind nur 3 Einträge.

    Ich habe aber eine Frage an Sie: Wie sehen Sie Ihre Aktuelle Nutzung von FB unter der aktuellen Kritik?

    • Vanessa Weber
      Vanessa Weber 21. März 2018 09:01

      Hallo Herr Neubert,

      Leider bekomme ich keine Meldung wenn Kommentare auf den Artikel kommen, und ich schaue natürlich nicht ständig ob jemand etwas kommentiert hat, das geht zeitlich gar nicht. Sie haben Recht, das ist nicht gut, ich habe den Verbesserungsvorschlag an die Technikabteilung der Impulse weitergegeben.

      Zu Ihrer Frage: Ich sehe es weiterhin so wie geschrieben. Letztendlich muss aber jeder selbst entscheiden wie und ob der die sozialen Medien mit seinen Chancen und Risiken nutzt.

      Vielen Dank für Ihr Kompliment im ersten Kommentar, über das habe ich mich sehr gefreut!

  • Christian Schmidt 22. Januar 2018 09:58

    Moin,

    ich habe sowohl einen privates als auch ein geschäftliches Profil auf fb. Mir fällt es manchmal schwer zu entscheiden, welchen Post ich wo veröffentliche, da es sowohl Überschneidungen als auch Unterschiede bei den „Freunden“ gibt. Also poste ich z.T. doppelt, wobei mir klar ist, dass einige Kontakt von mir dann doppelt angeschrieben werden. Sehr aktiv bin ich aber nicht auf fb, insofern sind doppelte Posts auch nicht häufig. Wie handhaben das andere Firmen/ Inhaber?

    Für mich war und ist fb eigentlich immer eher ein privates Kommunikationstool und ich habe berufliche Anfragen schon häufig abgelehnt. Grund war bisher immer, dass ich private Inhalte nicht gerne öffentlich teile, schon gar nicht mit Geschäftspartnern.

    Aber ich werde mich mal bei Frau Weber umschauen und mir Tipps holen. Ich bin mir sicher, dass ich viel mehr von fb profitieren kann als ich das heute tue. Das merke ich immer wieder auf Netzwerkveranstaltungen, wo die „aha- Effekte“ immer sehr groß sind, wenn die Vorteile meines Business klar werden. Warum also diese Platform nicht besser nutzen….

    Beste Grüße
    Christian Schmidt
    GF CS Business Center GmbH

    • Tim Neubert 25. Januar 2018 23:10

      Warum also diese Platform nicht besser nutzen…. Ich Frage mich an der Stelle warum FB überhaupt nutzen?
      Es vergeht kaum ein Tag, an dem FB nicht in der Kritik steht. Aber dies wird eher selten erlebt.
      Ich verstehe aber auch gerade ihr Geschäft, das habe ich vorher nicht gewußt, aber eine sehr gute Geschäftsidee mit entsprechenden Mitarbeitern und guter Lokation. Ich habe mir die Seite einmal angesehen.

    • Vanessa Weber
      Vanessa Weber 21. März 2018 09:02

      Wir hatten über E-mail Kontakt zu dem Thema.

  • Ralf Weikert 17. Januar 2018 15:17

    mich würde interessieren, ob für diese Kommunikation mit Facebook das offizielle Diensthandy mit den allgemeinen Kontakten genutzt wird?

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