LinkedIn-Profil optimieren
Slogan, Profilbild, Zusammenfassung: So gelingt die LinkedIn-Optimierung

Was darf in deinem LinkedIn-Profil auf keinen Fall fehlen, damit du und deine Firma von der Plattform profitieren? Auf diese sechs Dinge solltest du achten, wenn du dein LinkedIn-Profil optimierst.

Aktualisiert am 9. Juni 2026, 14:21 Uhr, von Florian Kistler

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Bild einer Person in orangenem Pullover an einem Laptop über dem digitale Lebensläufe schweben.
© Thx4Stock / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

Das LinkedIn-Profil ist so etwas wie der digitale Lebenslauf – nur, dass dieser von deutlich mehr Menschen gesehen werden kann. Eine optimierte Profilseite trägt dazu bei, dass das eigene Profil in dem Karrierenetzwerk auch gefunden wird.

Unternehmerinnen und Unternehmer können das nutzen, um auf sich und ihr Unternehmen aufmerksam zu machen. Doch nicht nur das: Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können als Corporate Influencer auf LinkedIn zu Botschafterinnen und Botschaftern ihres Unternehmens werden.

Das LinkedIn-Profil optimieren: So geht‘s

Dein Profil ist deine digitale Visitenkarte, mit der du dich auf LinkedIn präsentierst. Doch wie sieht ein professionelles LinkedIn-Profil aus? Die sechs Kernelemente der LinkedIn Optimierung sind: Lebenslauf, Profilbild, Hintergrundbild, Zusammenfassung, Profil-Slogan und Interessen. Im Folgenden findest du Anregungen, wie du alle sechs Elemente überarbeiten kannst und damit dein LinkedIn-Profil optimierst.

1. LinkedIn-Lebenslauf vollständig ausfüllen

In ein LinkedIn-Profil gehören berufliche Stationen und Ausbildungsstationen. „Wer sein LinkedIn-Profil so gestaltet wie seinen Lebenslauf, also vollständig, frei von Rechtschreibfehlern und strukturiert, ist auf dem richtigen Weg“, sagt Timm Rotter, Geschäftsführer der Münchener Kommunikationsagentur In A Nutshell.

LinkedIn empfiehlt, diese Daten zu ergänzen mit Informationen zur eigenen Rolle, den erworbenen und im Job eingesetzten Fähigkeiten und durchgeführten Projekten. Extra-Tipp: Gib bei jeder Position konkrete Erfolge an und beschreibe, wie du zum Erfolg des Unternehmens insgesamt beigetragen hast.

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2. Professionelles LinkedIn-Profilbild auswählen

Zur LinkedIn-Optimierung gehört auch, ein professionelles, hochauflösendes Profilbild einzubinden. Es sollte dich seriös und sympathisch zeigen – idealerweise in beruflicher Kleidung. „Bei LinkedIn kommt niemand weit mit SpongeBob als Profilbild“, sagt Kommunikationsexperte Rotter. Aber: Man brauche weder jede Woche ein neues Foto, noch müsse man jede Woche sein gesamtes Profil umschreiben.

Der Vorteil eines professionellen Profilbilds: Es sorgt dafür, dass dein Linkedin-Profil vertrauenswürdig und ansprechend wirkt. Laut LinkedIn erhalten Mitglieder mit einem Profilbild bis zu zweimal mehr Profilbesuche und dreimal mehr Vernetzungsanfragen und Nachrichten.

3. LinkedIn-Hintergrundbild für persönliche Note nutzen

Wer sein LinkedIn-Profil optimieren möchte, sollte in Sachen Optik nicht nur auf das Profilbild achten. Daneben gibt es auf LinkedIn die Möglichkeit, ein Titelbild im Querformat über den Profilinformationen zu platzieren. Oder wie Rotter es nennt: „Eine Chance, eine Geschichte zu erzählen.“ Sein LinkedIn-Hintergrundbild sei eine Zeit lang ein selbstgeschossenes Bild des Schweizer Aletschgletschers gewesen, weil ihn die Natur interessiere und ihm Umweltschutz sehr wichtig sei.

„Darauf wurde ich angesprochen“, sagt Rotter. Am Ende sei man nicht nur in der beruflichen Rolle unterwegs, sondern könne auch einen Einblick in Facetten geben, die den vollständigen Menschen zeigen. „Das heißt aber nicht, dass man ein Foto von sich allzu leicht bekleidet am Badesee hochladen sollte.“

4. In der Profil-Zusammenfassung eine Geschichte erzählen

Der Abschnitt „Zusammenfassung“ ist das Herzstück eines LinkedIn-Profils und damit der wichtigste Punkt für die LinkedIn-Optimierung. Idealerweise steht dort ein kurzer Infotext. Darin sollte man aber nicht erneut die Berufsstationen erwähnen, die ohnehin schon im Profil zu lesen sind.

Rotter empfiehlt stattdessen „einen ausgeschriebenen Elevator-Pitch“. Heißt: Hier sollte stehen, was einem wichtig ist, was man bewegen will, was einen in der aktuellen Rolle umtreibt. „Damit schafft man einen digitalen Gesprächsaufhänger.“

In der Zusammenfassung hast du die Möglichkeit zum Storytelling, also dazu, deine berufliche Geschichte, Erfolge und Ziele darzustellen. Schreib aus der Ich-Perspektive und erzähl, was dich antreibt, was dich auszeichnet und welchen Mehrwert du bietest.

Achte darauf, Schlüsselbegriffe deiner Branche einzubauen, um bei relevanten Suchanfragen gefunden zu werden. Gute Schlüsselbegriffe kannst du über eine Keyword-Recherche finden.

5. Den LinkedIn-Profil-Slogan originell gestalten

Der Slogan ist die Kurzbeschreibung, die im Linkedin-Profil direkt unter dem Namen angezeigt wird – und eine gute Gelegenheit, mit besonders wenig Aufwand sein LinkedIn-Profil zu optimieren. Beim Profil-Slogan dürfe man, so empfiehlt es LinkedIn, kreativ werden. Hier könnte zum Beispiel der offizielle Jobtitel, das berufliche Mantra oder eine Auflistung aussagekräftiger Schlagworte stehen.

Fasse dein Fachwissen oder deine berufliche Rolle in wenigen Worten zusammen. Anstatt nur eine Position wie „Geschäftsführer“ zu nennen, kannst du die Gelegenheit nutzen, um deinen Mehrwert für potenzielle Kunden deutlich zu machen. Bezeichne dich etwa als „Erfahrener Projektmanager – spezialisiert auf digitale Transformation“.

6. Die eigenen Interessen auf LinkedIn optimieren

Im Abschnitt „Interessen“ werden LinkedIn-Seiten angezeigt, die man gelikt hat. Dieser Abschnitt ist nützlich, weil die gelikten Seiten als Gesprächsaufhänger dienen können. Allerdings solltest du hier Rotter zufolge genau überlegen, welche Seiten du likst – und nicht wahllos alles, was du grundsätzlich gut findest.

„Ich sehe regelmäßig Geschäftsführer, die noch immer ihren Schützenverein gelikt haben“, sagt Rotter. So etwas führe dazu, dass man vor allem Personen zum Vernetzen vorgeschlagen bekommt, die ebenfalls diese Seiten gelikt haben. Hier gelte es, Altlasten zu vermeiden, auf Aktualität und Bezug zum Job zu achten.

Extra-Tipp: Folge Corporate-Influencern, anderen Unternehmern oder Themen, die zu deinem Profil passen. Durch die Mitgliedschaft in Fachgruppen kannst du bestehende Expertise unterstreichen und neue Kontakte knüpfen.

Der Experte
Timm Rotter, Geschäftsführer der Münchener Kommunikationsagentur In A NutshellTimm Rotter ist Gründer und Geschäftsführer der Münchener Kommunikationsagentur In A Nutshell. In Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Mittelstandsportal „Die Deutsche Wirtschaft“ untersuchte der Marketingexperte in einer Studie, wie sich mittelständische Unternehmen auf LinkedIn präsentieren.
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