Ungewöhnliche Fragen in Vorstellungsgesprächen 10 Fragen, die Bewerber garantiert überraschen
Ungewöhnliche Fragen in Vorstellungsgesprächen

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Auf Standardfragen in Bewerbungsgesprächen folgen meist Standardantworten. Ungewöhnlichere Fragen helfen, Kandidaten aus der Reserve zu locken – die Job-Plattform Glassdoor hat einige gesammelt.

Jeder Bewerber kann sich auf typische Fragen nach seinen Stärken und Schwächen vorbereiten. Doch die Fragen, die die Job- und Bewertungsplattform Glassdoor aus 8000 echten Interview-Fragen gefiltert hat, dürften jeden Kandidaten überraschen. Ob originell oder bescheuert – urteilen Sie selbst.

1. Scherzkeks

Jugendreise-Anbieter Jam Reisen stellt sich mit bloßen Behauptungen nicht zufrieden – sondern testet direkt, ob mehr hinter einer Antwort steckt: „Würdest du dich als spontan und humorvoll einschätzen?“, fragten die Interviewer. Auf die Antwort „Ja“ folgte die Bitte: „Dann erzähle doch mal einen Witz.“

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2. Die Schatzfrage

„Wie viele Schmuckstücke liegen am Strand von Ibiza vergraben?“, fragten Personaler beim Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte. Eine richtige Antwort auf diese Frage gibt es nicht – doch die Reaktion des Kandidaten kann Aufschluss darüber geben, wie er sich in Stresssituationen verhält: Kapituliert er? Oder überlegt er, wie er die Lösung herleiten könnte?

3. Wahrsagerei

Schon die Frage, wo ein Kandidat sich in fünf Jahren sieht, lässt viele ratlos zurück. Dass Flugzeughersteller Airbus deutlich langfristiger denkt, zeigt diese Frage: „Wo sehen Sie sich in 30 Jahren?“

4. Wunschpartner

„Ich sollte häufiger meine Zähne putzen“, „Ich muss besser zuhören“ oder „Ich sollte weniger lästern“ – ob die Personaler beim Dienstleistungsunternehmen Agap2 wirklich ehrliche Antworten wie diese auf ihre Frage erwarteten? Sie lautete: „Was würde Ihre Freundin an Ihnen ändern wollen?“

5. Der ideale Job

Passt der Kandidat wirklich in die Firma? Wird er sich auf der Position wohlfühlen und bei der Arbeit aufblühen? Eine Möglichkeit, der Antwort auf diese Frage näher zu kommen, haben sich die Personaler beim Wirtschaftsprüfer PwC überlegt. Sie fragten einen Kandidaten: „Was wäre Ihr Traumjob, wenn Sie irgendeinen aussuchen könnten?“

6. Die Literaten

Die Unternehmens- und Strategieberatung Boston Consulting erhoffte sich wohl, einen Einblick in die Persönlichkeit des Bewerbers zu bekommen: „Was wäre der Titel Ihrer Autobiografie?“

Wir hätten ein paar Antwortvorschläge: „Losing my Virginity“ (Richard Branson), „Herbstblond“ (Thomas Gottschalk) oder „Wishful Drinking“ (Star-Wars-Schauspielerin Carrie Fisher).

7. Rechengenie

Wieder eine Frage, mit der Arbeitgeber schnell erfahren, ob ein Kandidat in der Lage ist, sich Lösungsstrategien für komplexe Aufgaben zu überlegen – oder einfach überfordert abwinkt. Technologieberater Altran fragte: „Wie viel Grad liegen zwischen dem Minuten- und Stundenzeiger, wenn es 15.15 Uhr ist?“

Ein Tipp an alle, die jetzt zu rechnen beginnen: Null Grad ist nicht die korrekte Antwort.

8. Spielkind

Was die Personaler beim Ingenieursdienstleister Fele mit dieser Frage beabsichtigen, wissen wohl nur sie selbst. Zumindest dürfte sie Kandidaten überraschen und ins Reden bringen: „Mit welchen Spielzeugen haben Sie als Kind gespielt?“

9. Zeitreise

„Welchen Rat würden Sie Ihrem 15-jährigen Ich geben?“, wurde ein Kandidat im Vorstellungsgespräch beim Personaldienstleister Hays gefragt.

Wir hätten einen Vorschlag: Frühzeitig in Aktien investieren, von denen man heute weiß, dass sie durch die Decke gehen werden. Dann erübrigt sich das Vorstellungsgespräch.

10. Das No-Go

Ob das Medienunternehmen Bertelsmann auf diese Frage eine ehrliche Antwort bekam? „Was wäre ein Grund, aus dem wir Sie nicht nehmen sollten?“

Weitere Fragen, mit denen Sie Bewerber besser kennenlernen

Welche Fragen erfahrene Personaler empfehlen, um mehr über die Persönlichkeit, Arbeitsweise und Leistungsbereitschaft von Bewerbern zu erfahren – und welche Fragen unzulässig sind – lesen Sie in unserem Artikel: „Fragen fürs Vorstellungsgespräch: 42 kluge Arbeitgeber-Fragen für Bewerbungsgespräche“.

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2 Kommentare
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    Malikowski 5. Juni 2020 08:40

    @Ramsy Saad
    Dann stellt sich die Frage wieso du die Frage gehasst hast? War es dir unangenehm/peinlich dich zu zeigen wie du bist, dich zu öffnen?

    Diese Fragen dienen ja auch um den Bewerber in kurzer Zeit näher kennen zu lernen. Wenn du dich selber gut kennst du deine schwächen und stärken akzeptieren gelernt hast, machen solche Fragen, aus meiner Erfahrung, auch viel Spaß.

    Ich leite daraus ab, wie „reif“ bzw. fortgeschritten eine Person ist. Ich bin immer auf der Suche nach offenen und selbstreflektierten Persönlichkeiten.

  • Avatar
    Ramsy Saadi 29. Januar 2020 08:23

    Ich habe solche Fragen / private Fragen damals gehasst und deshalb stelle ich Sie heute meinen Bewerbern auch nicht.

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