Mindmap erstellen Zu viele lose Ideen? So bringen Sie Struktur rein

Ach, wären die Ideen im eigenen Kopf doch so fein säuberlich sortiert wie diese Büroklammern! Mindmapping kann dazu beitragen, dass dieser Traum wahr wird.

Ach, wären die Ideen im eigenen Kopf doch so fein säuberlich sortiert wie diese Büroklammern! Mindmapping kann dazu beitragen, dass dieser Traum wahr wird.© go2 / photocase.de

Gute Ideen haben viele. Aber wie wird aus dem Wust im Kopf ein konkreter Plan? Die Mindmapping-Technik macht diese Aufgabe leichter - so funktioniert sie.

Sie wollen allein oder in der Gruppe die Ideen zum Fließen bringen und sich einen Überblick über ein Thema verschaffen? Dann sollten Sie mal Mindmapping ausprobieren. Wörtlich übersetzt bedeutet Mindmap, zusammengesetzt aus den beiden englischen Worten „mind“ und „map“, so viel wie „Gedankenlandkarte“ – und genau das ist eine Mindmap auch: Mit ihrer Hilfe lässt sich ein Thema mit allen relevanten Aspekten auf einem Blatt Papier darstellen.

Entwickelt hat die Methode der englische Psychologe und Autor Tony Buzan. Er war überzeugt davon, dass wir durch Mindmaps unsere sprachlich-analytisch arbeitende linke Gehirnhälfte und unsere visuell-intuitiv arbeitende rechte Gehirnhälfte vernetzen und so unser geistiges Potenzial besser nutzen können. Auch wenn Forscher die Funktionsweise unseres Gehirns heute differenzierter sehen: Mindmaps sind und bleiben eine bewährte Methode, um Ideen festzuhalten, zu strukturieren und zu visualisieren. Mit unserer Anleitung können Sie in drei Schritten eine eigene Mindmap erstellen.

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Mindmap erstellen in 3 Schritten

Dieses Beispiel verdeutlicht, wie eine Mindmap zum Thema Online-Marketing aussehen könnte.

Dieses Beispiel verdeutlicht, wie eine Mindmap zum Thema Online-Marketing aussehen könnte.© dizain / Fotolia.com

Schritt 1: Vorbereiten

  • Nehmen Sie ein Blatt Papier und legen Sie es quer vor sich.
  • In die Mitte des Blattes zeichnen Sie ein einprägsames Bild – als Symbol für das Thema, über das Sie nachdenken wollen. Wer nicht zeichnen kann oder keine Idee für ein Bild hat, schreibt das Thema mit einem prägnanten Stichwort in die Mitte. In der Beispiel-Mindmap oben ist es das Wort „Online-Marketing“.
  • Umranden Sie das Thema – es soll sofort ins Auge fallen!
  • Nun zeichnen Sie Linien, die strahlenförmig von Ihrem Thema ausgehen.

Schritt 2: Assoziieren

  • Welche Aspekte fallen Ihnen zu Ihrem Thema ein? Assoziieren Sie drauflos und schreiben Sie Ihre Einfälle in Stichworten auf das Blatt – jedes Stichwort ans Ende einer Linie. In unserem Beispiel hat „Online-Marketing“ die Aspekte „Media“, „Website“, „SEM“ und „Affiliate Marketing“.
  • Wenn Ihnen die Strahlen ausgehen, zeichnen Sie einfach neue dazu.
  • Sie können einige Aspekte noch weiter aufdröseln? Dann schreiben Sie auch die Unteraspekte auf und verbinden Sie Aspekt und Unteraspekte mit Linien. In unserem Beispiel hat „Website“ die Unteraspekte „SEO“ und „E-Mail-Marketing“.
  • Auf diese Weise verästelt sich Ihre Mindmap immer weiter.

Schritt 3: Sortieren und verfeinern

  • Betrachten Sie Ihre Mindmap. Gibt es Aspekte, die zusammengehören, die aber nicht zusammenstehen? Gibt es Abhängigkeiten, die die Mindmap noch nicht abbildet? Wenn ja, zeichnen Sie eine neue Version Ihrer Mindmap, in der Sie Ihre Gedanken besser strukturieren.
  • Haben Sie für alle Gedanken prägnante, gut verständliche Stichworte gefunden? Wenn nein, feilen Sie an den Begriffen.
  • Ist Ihre Mindmap komplett? Wenn nein, ergänzen Sie Gedanken, die Sie nachträglich hatten.

Tipps für Ihr Mindmapping

  • Verwenden Sie ein unliniertes Blatt Papier, mindestens im A4-, besser im A3-Format.
  • Arbeiten Sie nur mit Schlüsselbegriffen – Füllwörter und detaillierte Beschreibungen haben auf Ihrer Mindmap nichts zu suchen. Stellen Sie sich hierbei vor, Ihre Mindmap sei ein Buch: Das Thema ist der Titel des Buches, die Aspekte sind die Kapitel-Überschriften!
  • Übersichtlicher wird Ihre Mindmap, wenn Sie unterschiedliche Farben verwenden und zusammengehörige Gedanken in derselben Farbe markieren.
  • Heben Sie besonders wichtige Punkte auf Ihrer Mindmap hervor, zum Beispiel mit Pfeilen oder Ausrufezeichen oder Fragezeichen. So lässt sich der Inhalt leichter erfassen.
  • Zensieren Sie sich nicht selbst – schreiben Sie alle Gedanken auf, die Ihnen einfallen.
  • Denken Sie nicht lange drüber nach, an welcher Stelle des Blattes Sie Ihre Einfälle notieren.
  • Mind-Maps lassen sich auch am Computer erstellen. Wer die digitale Variante bevorzugt, findet im Internet verschiedenste Werkzeuge dafür. Beliebt ist beispielsweise MindMeister. Das Tool punktet mit intuitiver Bedienung; Mindmaps lassen sich auch in der kostenfreien Basisversion mit mehreren Personen bearbeiten. Wer seine Mind-Maps allerdings mit exportieren oder drucken will, braucht eine kostenpflichtige Version.
  • Für alle, die tiefer ins Thema Mindmapping einsteigen wollen: Mindmap-Erfinder Tony Buzan hat mehrere Bücher zum Thema geschrieben, unter anderem: „Das Mind-Map-Buch. Die beste Methode zur Steigerung Ihres geistigen Potenzials“, erschienen im mvg Verlag. Die Neuauflage von 2013 ist für 19,99 Euro erhältlich.

Eine weitere Strategie, um neue Ideen zu entwickeln und anschließend zu bewerten, ist die Walt-Disney-Methode. Probieren Sie es aus!


Mehr zum Thema Kreativität lesen Sie in der Titelgeschichte der impulse-Ausgabe 4/2018: Spielend leicht – mit diesen Methoden kommt jeder auf neue Ideen.

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3 Kommentare
  • Gabi Meier 11. April 2018 14:37

    Hi,
    ich bin Lehrerin und brauche daher des öfteren ein Mind-Map Tool. Da ich es auch oft im Untericht zusammen mit den Schülern interaktiv machen möchte, habe ich lange nach einer wirklich kostenlosen und registrierungslosen Variante gesucht [Link entfernt, bitte beachten Sie unsere Netiquette]
    Ich misse bei dem Tool nichts und im Vergleich zu anderen ist es kostenlos!

    Viele Grüße
    Gabi

    • Gabi Meier 11. April 2018 20:02

      Hallo Impulse Team,
      ich habe eure Netiquette gelesen. Da steht:

      – Werbung (Eigenwerbung und Werbung für andere kommerzielle Inhalte) ist im Kommentarbereich nicht erwünscht.

      Mein Link ist weder Eigenwerbung noch Werbung für kommerzielle Inhalte, da auf der verlinkten Seite kein einziges Werbebanner vorhanden ist und es auch nichts zu kaufen gibt.
      Daher möchte ich den Link hier nochmal posten, da sonst mein erster Post vollig sinnlos ist 🙂 -> https://mind-map-online.de
      Das von Ihnen genannte MindMeister habe ich auch mal benutzt, allerdings kann man damit mittlerweile nur noch 3 Mind-Maps erstellen und dann muss man bezahlen – und es gibt weder Bild oder PDF Export, noch kann man die Mind-Map ausdrucken. Das alles bietet Mind-Map online kostenlos. Daher denke ich, dass dieser Link durchaus eine Sinnvolle Ergänzung zum Thema ist und somit auch der Netiquette entspricht.

      Übrigens ist „Netikette“ unten in eurem Menu falsch geschrieben.

      Liebe Grüße
      Gabi

      • Lisa Büntemeyer
        Lisa Büntemeyer 12. April 2018 12:39

        Liebe Gabi Meier,

        Sie haben völlig recht, da waren wir etwas voreilig und haben den Link nicht genau angesehen. Entschuldigen Sie bitte. Das ist ein toller Hinweis!

        Liebe Grüße vom impulse-Team

        Lisa Büntemeyer

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