Geschäftspartner finden Mit diesen 6 Fragen vermeiden Sie Reinfälle mit Geschäftspartnern

Bevor Unternehmer "Du bist es" zum potenziellen Geschäftspartner sagen, sollte sie einige Fragen klären.

Bevor Unternehmer "Du bist es" zum potenziellen Geschäftspartner sagen, sollte sie einige Fragen klären.© knallgrün/photocase.de

Sie wollen einen Geschäftspartner finden? Aber wer passt wirklich zu Ihnen? Wer böse Überraschungen vermeiden will, sollte vorab diese sechs Fragen klären.

Einen neuen Geschäftspartner zu finden ist oft mit Unsicherheiten verbunden: Schließlich stehen Geld und Zeit auf dem Spiel und Unternehmer können nie hundertprozentig sicher sein, ob sie die richtige Wahl treffen. Vorkehrungen kann man aber dennoch treffen: Das „Young Entrepreneur Council“, ein Gruppe von Unternehmern unter 45 Jahren, hat sich in den eigenen Reihen umgehört, worauf man achten sollte, wenn man einen Businesspartner sucht. Beim US-Unternehmermagazin Inc.com haben sie sechs Fragen veröffentlicht, die Unternehmer klären sollten, bevor sie einen Deal mit einem Geschäftspartner eingehen.

1. Stimmen Ihre Interessen und Vorstellungen miteinander überein?

Wenn Interessen und Vorstellungen auseinandergehen, sei das ein Hauptgrund für das Scheitern von Geschäftspartnerschaften, berichtet Kristopher Brian Jones. Der Gründer der Marketing-Agentur LSEO.com fusionierte mit einem Technik-Unternehmen. Erst danach stellte er fest, dass beide Seiten unterschiedliche Vorstellungen davon hatten, wie sich seine Firma in Zukunft weiterentwickeln sollte. Schließlich entschied er sich dafür, die Partnerschaft wieder aufzulösen.

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2. Können Sie sich auf klare Rollen und Erwartungen einigen?

Während einer Überstunden schiebt, geht der andere von einer Pause in die nächste. So kann eine Zusammenarbeit nicht funktionieren. Das fand auch Kristin Marquet, Gründerin der PR Agentur Fem Founder. Sie sagte eine Zusammenarbeit ab, als sie herausfand, wie entspannt die andere Firma mit dem Thema Geld umging – und dass ihre Firma allein dafür verantwortlich sein sollte, Einnahmen zu erzielen. „Sich auf klare Ziele zu einigen und damit auch auf Erwartungen an den anderen ist entscheidend dafür, ob eine Geschäftsbeziehung funktioniert.“

3. Wissen Sie alles über Ihren Geschäftspartner, was Sie wissen müssen?

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Dieser Meinung ist zumindest Jonathan Long, Gründer der Marketing-Agentur Uber Brands. Er sagt, Unternehmer sollten ihre potentiellen Geschäftspartner sorgfältig prüfen. Denn so vermeide man unangenehme Überraschungen.

Long weiß, wovon er spricht: „Ich habe Geld, aber vor allem Zeit verschwendet, weil ich andere Leute beim Wort genommen habe und nicht selbst Nachforschungen angestellt habe. Das sollte man immer tun, egal wie toll sich etwas auf den ersten Blick anhört.“

4. Hat Ihr Geschäftspartner mehr zu bieten als heiße Luft?

„In der Geschäftswelt trifft man auf viele Menschen mit großen Ideen“ sagt Vik Patel, CEO des Inter-Hosting-Diensts Future Hosting. „Die sind oft sehr überzeugend und können sich gut ausdrücken. Aber aus Gesprächen baut man kein Unternehmen auf. Nur harte Arbeit kann das leisten.“. Deswegen sei es wichtig, darauf zu achten, ob der potentielle Geschäftspartner nicht nur reden, sondern auch arbeiten kann. Patel rät: „Suchen Sie Beweise, dass Ihr potentieller Partner mehr zu bieten hat, als heiße Luft.“

5. Haben Sie alle Absprachen schriftlich notiert?

Thomas Smale, Gründer des Website-Händlers FE International, empfiehlt alle Absprachen schriftlich festzuhalten. Denn die romantische Vorstellung vom Handschlag, der ein Geschäft besiegelt, oder einer Serviette, auf der die wichtigsten Punkte draufgekritzelt sind, kann später zu einem bösen Erwachen führen. Nämlich dann, wenn sich beide Seiten nicht mehr einig sind, was sie da eigentlich genau verhandelt haben. Und das muss dann im schlimmsten Fall ein Gericht klären.

6. Könnte Ihr Geschäftspartner auch Ihr Tennis-Partner sein?

Alle Nachforschungen abgeschlossen und Fragen geklärt? Dann kommt jetzt die entscheidende Frage, die sich Esteban Kadamani, Mitgründer des Fensterherstellers Infinite Windows, bei jeder Kooperation stellt: „Würde ich diese Person auch als meinen Tennispartner wählen?“ Hintergrund für diese Frage: Sie klärt für Kadamani, ob er wirklich mit dem anderen zusammenarbeiten will. Wie bei einem Tennispartner ist es ihm auch bei Geschäftspartnern wichtig, dass die Stärken des anderen seine Schwächen ausgleichen und beide gut miteinander kommunizieren können.

 

 

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