Jobräder für Mitarbeiter
Läuft rund! So leasen Sie Diensträder richtig

Fahrrad statt Dienstwagen? Das ist nicht nur für Mitarbeitende attraktiv. Jobräder bringen auch Firmen viele Vorteile. Wie das Fahrradleasing funktioniert und Sie den richtigen Anbieter auswählen.

29. Mai 2024, 21:38 Uhr, von Jelena Altmann, leitende Redakteurin

Jobräder für Mitarbeiter
Jobrad-Boom: Nach Angaben des Fahrradverbands VSF gibt es in Deutschland rund 20 Anbieter für Dienstradleasing.
© Tarchyshnik / iStock / Getty Images Plus

Sie sind viele – und es werden immer mehr: Knapp zwei Millionen Beschäftigte radeln mit einem geleasten Dienstfahrrad zur Arbeit, schätzungsweise jedes vierte neu gekaufte Rad ist mittlerweile ein Dienstrad.

Obwohl schon mehr als 100.000 Firmen ­ihren Mitarbeitenden diesen Service anbieten, ist noch Luft nach oben: Laut einer Mobilitätsstudie von Deloitte von 2022 finden 60 Prozent der befragten Arbeitnehmerinnen und ­Arbeitnehmer ein Fahrradleasing über den Arbeitgeber attraktiv. Aber nur 21 Prozent gaben an, in ihrem Job Zugang dazu zu haben. Wie sieht es in Ihrem Unternehmen aus – leasen Sie schon oder überlegen Sie noch?

Es spricht einiges für die Anschaffung von Diensträdern, zum Beispiel:

  • Die Gesundheit und Motivation von Mitarbeitenden lässt sich steigern. Fahrrad fahren hält fit. Studien zeigen, dass radelnde Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weniger Krankentage haben.
  • Unternehmen können sich mit Diensträdern ein grünes Image zulegen und damit werben. Durch einen Sticker kann auch das Dienstrad selbst zur Werbefläche werden.
  • Diensträder sind gerade für junge, urbane Arbeitnehmende eine attraktive Alternative zum Dienstwagen. Hochwertige Räder ­können auch Gehaltserhöhungen oder Boni ­ersetzen und sind damit geeignet, Mitarbeitende zu werben und zu binden.
  • Die Kosten für Dienstradleasing mindern den Gewinn und damit die Steuerlast. Durch ­eine Gehaltsumwandlung fallen weniger ­Sozialversicherungsbeiträge an. Das lohnt sich auch für kleine Firmen.

Welche Anbieter es gibt und wie Sie die ­Jobräder in Ihrem Unternehmen einführen können. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

1. Leasinganbieter ­auswählen

Nach Angaben des Fahrradbranchenverbands VSF gibt es in Deutschland rund 20 Anbieter für Dienstradleasing. Sie arbeiten jeweils mit einem großen Netzwerk an Fahrradhändlern zusammen, über die sich die Mitarbeitenden ihr Wunschrad aussuchen können. Platzhirsch und gewissermaßen auch Erfinder des ­Geschäftsmodells ist das Freiburger Unternehmen Jobrad. Durch erfolgreiche Lobby­arbeit hat es dazu beigetragen, dass 2012 das bis dahin ausschließlich für Autos gültige Dienstwagenprivileg auf Fahrräder und ­Pedelecs ausgeweitet wurde.

Daraufhin gründeten sich viele weitere Leasing-Unternehmen, die sich in ihren Angeboten nur geringfügig unterscheiden. Sechs führende Anbieter stellen wir Ihnen verteilt auf diesen Seiten vor.

Wem die Wahl dennoch schwerfällt, für den hat Branchenexperte Florian Schöps, Unternehmensberater bei der Münchener BBE Handelsberatung, einen Tipp: „Gehen Sie auf Ihre lokalen Fahrradhändler zu, die kennen die komplette Abwicklung und haben meist ­Erfahrungswerte mit mehreren verschiedenen Anbietern.“

Über den Händler können die Mitarbeiter nicht nur ihr Wunschrad bestellen, sondern dort auch abholen, auf sich einstellen lassen und zur Wartung und Reparatur geben. All ­diese Serviceleistungen sind in der Regel in den Leasinggebühren enthalten. „Zum Auftakt können die Händler auch eine Mitarbeiter-­Informationsveranstaltung durchführen“, so Berater Schöps. Solche Firmenevents bieten ebenfalls die vielen Leasing-Unternehmen ­kostenlos an, meist jedoch erst ab einer Unternehmensgröße von 100 Mitarbeitenden.


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