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Ein Anruf am Montagmorgen, kurz vor der Lohnabrechnung: Die verantwortliche Mitarbeiterin, die seit Jahren als Einzige durch das firmeneigene Wirrwarr aus Excel-Tabellen, Online-Rechnern und handschriftlichen Urlaubslisten blickt, ist krank. Niemand sonst kennt ihr System. Die Vorbereitung fürs Steuerbüro steht still, die Lohnabrechnung wackelt – und plötzlich wird klar, wie verwundbar ein Unternehmen ist, das sein Personalwesen über Zuruf und Zettelwirtschaft steuert.
Szenen wie diese oder ähnliche beobachtet Tom Siebenaler, Personalsoftware-Spezialist aus Augsburg und Mitglied im HR-Beratungsnetzwerk Petrichor, in echten Unternehmen immer wieder. Gefährliches Exklusivwissen ist für ihn nur einer von vielen Gründen, die dafür sprechen, das Personalwesen zu digitalisieren.
„Wer sich das Geld für HR-Software spart, zahlt meistens noch mehr über versteckte Kosten“, sagt der Softwarespezialist. Sie entstehen unter anderem, wenn Mitarbeitende viel Arbeitszeit dafür verwenden, Urlaubsanträge aus E-Mails abzutippen, in Excel-Tabellen nach Arbeitszeiten zu suchen und der Chef alle möglichen Personaldokumente unterschreiben muss.
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