Trennung, Krankheit, ein Pflegefall in der Familie – es gibt unzählige Schicksalsschläge, die einen emotional aus der Bahn werfen können. Und dann steht man plötzlich vor der Frage: Wie verhalte ich mich in dieser Ausnahmesituation in der Firma und dürfen meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter davon erfahren?
„Unternehmerinnen und Unternehmer sind oft sehr leistungsorientiert“, sagt Businesscoach Tanja Eggers, die Menschen in beruflichen und privaten Krisen begleitet. Viele glaubten, dass sie niemals Schwäche zeigen dürfen, schon gar nicht gegenüber dem Team. Andere Chefs und Chefinnen teilen dagegen ganz selbstverständlich auch private Dinge, die sie belasten.
Den Königsweg gibt es nicht. Denn ob man seinen Angestellten gegenüber offen kommuniziert, was einen gerade privat belastet, hängt auch von der Situation und der eigenen Persönlichkeit ab.
Hier erzählen zwei Unternehmerinnen von ihren Schicksalsschlägen und wie sie damit im Unternehmen umgegangen sind.
Sabrina Haas: „Schwäche zeigen gehörte nicht zu unseren Stärken“
Sabrina Haas, 36, und ihr Mann führten gemeinsam mehrere Firmen. Als er schwer erkrankte, versuchten sie, dies geheim zu halten. Als er 2021 unerwartet starb, brach die Unternehmerin von jetzt auf gleich den Kontakt zum Team ab.
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