Leidenschaft im Job
Tun Sie, was Sie lieben!

impulse-Blogger Sven Franzen ist sich sicher: Erst wenn man ganz in seinem Job aufgeht, wird man richtig gut. Und was ist mit nervigen Aufgaben? Auch dafür hat er eine Lösung.

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Für mehr Leidenschaft und gute Laune im Job: Statt zu meckern, sollte man sich Herausforderungen stellen - und unangenehme Aufgaben delegieren.
Für mehr Leidenschaft und gute Laune im Job: Statt zu meckern, sollte man sich Herausforderungen stellen - und unangenehme Aufgaben delegieren.
© jakkapan / Fotolia.com

Neulich habe ich auf Facebook ein Video gesehen: Ein junger Typ mit Hut, der am Klavier sitzt und „Despacito“ spielt (ja, das ist dieser Sommerhit, der im Moment ständig im Radio läuft). Er hat aus dem Lied etwas ganz Eigenes gemacht, es klingt toll. Aber vor allem macht es Spaß, ihm dabei zuzuschauen – weil er selbst so viel Spaß hat. Man merkt sofort: Da geht jemand völlig auf in dem, was er tut. Aber sehen Sie selbst:

Ich finde das bewundernswert. Dieses kurze Video hat mir wieder einmal klar gemacht, wie wichtig es ist, das zu tun, was man liebt.

Als Jurist wäre ich nicht glücklich geworden

Ich spreche aus eigener Erfahrung: Ich habe Jura studiert, aber schnell gemerkt, dass es nicht das ist, was ich machen will. Ich löse lieber Verkaufs- und Marketingprobleme meiner Kunden, als mich durch Gesetzestexte zu wühlen. Als Jurist wäre ich nicht glücklich geworden.

Ich glaube: Nur wenn ich etwas gern mache, kann ich richtig gut sein. Dann fühlt sich der Job auch nicht mehr an wie Arbeit.

Natürlich gibt es immer mal wieder Aufgaben, die einem keinen Spaß machen. Auch in meinem Arbeitsalltag nervt mich hin und wieder etwas. Es kommt dann darauf an, wie man damit umgeht. Wenn mir als Unternehmer etwas nicht passt, habe ich in der Regel mehrere Optionen:

  • Ich kann meckern und alles furchtbar finden. Das bringt mich aber nicht weiter.
  • Ich kann die Aufgabe als Herausforderung begreifen und mich dieser Herausforderung stellen. So lerne ich dazu – und kann daran wachsen.
  • Ich kann unangenehme Aufgaben delegieren. Auch wenn es manchem Unternehmer schwer fällt: Sie müssen sich nicht um alles selbst kümmern. Wenn Ihnen Buchhaltung ein Graus ist, dann sollten Sie sie an jemanden abgeben, dem diese Arbeit Spaß macht. Er wird besser darin sein als Sie.

Es braucht etwas Übung, aber man kann sich diese positive Haltung antrainieren. Mir ist irgendwann aufgefallen, wie häufig ich mich über Kleinigkeiten aufgeregt habe. Also habe ich mich bewusst dafür entschieden, gut gelaunt durchs Leben zu gehen. Und wenn ich im Job auf etwas stoße, auf das ich partout keine Lust habe – dann muss ich mich nicht selbst darum kümmern, sondern kann es ohne schlechtes Gewissen delegieren.

Ich kann verstehen, wenn ein Mitarbeiter mal einen schlechten Tag hat. Aber wenn ich das Gefühl habe, dass jemand bei seiner Arbeit gar keine Freude empfindet, spreche ich das an. Es mag zunächst unangenehm sein, so den Spiegel vorgehalten zu bekommen. Aber im Nachhinein sind die meisten Menschen dankbar, weil sie sich endlich einmal mit der Frage beschäftigen, was sie eigentlich wollen – und was sie glücklich machen würde.

Der Job muss keinen Lebenssinn stiften – aber Spaß machen

Nun könnte man sagen: Es ist doch nur ein Job, der muss mir doch nicht den Lebenssinn stiften. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Es geht mir nicht darum, meine Arbeit zu überhöhen. Ich rette weder Wale noch halte ich die Erderwärmung auf. Aber ich tue das, was ich tue, mit Leidenschaft. Und das ist für mich persönlich die Erfüllung.

Es spielt dabei keine Rolle, was für einen Job man macht. Ein Beispiel: In Frankfurt gibt es das Café Brühmarkt in der Leipziger Straße. Ich gehe gern dort hin, der Kaffee ist köstlich. Und die Baristas sind richtig gut, sie malen die verrücktesten Dinge in den Milchschaum und zaubern so ein Lächeln in die Gesichter der Kunden. Man könnte sagen: Das sind doch einfach nur Kaffee-Verkäufer. Aber sie machen ihren Job mit einer wahnsinnigen Leidenschaft. Sie lieben, was sie tun.

Und das ist es, was zählt.

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Neulich habe ich auf Facebook ein Video gesehen: Ein junger Typ mit Hut, der am Klavier sitzt und "Despacito" spielt (ja, das ist dieser Sommerhit, der im Moment ständig im Radio läuft). Er hat aus dem Lied etwas ganz Eigenes gemacht, es klingt toll. Aber vor allem macht es Spaß, ihm dabei zuzuschauen - weil er selbst so viel Spaß hat. Man merkt sofort: Da geht jemand völlig auf in dem, was er tut. Aber sehen Sie selbst: Ich finde das bewundernswert. Dieses kurze Video hat mir wieder einmal klar gemacht, wie wichtig es ist, das zu tun, was man liebt. Als Jurist wäre ich nicht glücklich geworden Ich spreche aus eigener Erfahrung: Ich habe Jura studiert, aber schnell gemerkt, dass es nicht das ist, was ich machen will. Ich löse lieber Verkaufs- und Marketingprobleme meiner Kunden, als mich durch Gesetzestexte zu wühlen. Als Jurist wäre ich nicht glücklich geworden. Ich glaube: Nur wenn ich etwas gern mache, kann ich richtig gut sein. Dann fühlt sich der Job auch nicht mehr an wie Arbeit. Natürlich gibt es immer mal wieder Aufgaben, die einem keinen Spaß machen. Auch in meinem Arbeitsalltag nervt mich hin und wieder etwas. Es kommt dann darauf an, wie man damit umgeht. Wenn mir als Unternehmer etwas nicht passt, habe ich in der Regel mehrere Optionen: Ich kann meckern und alles furchtbar finden. Das bringt mich aber nicht weiter. Ich kann die Aufgabe als Herausforderung begreifen und mich dieser Herausforderung stellen. So lerne ich dazu - und kann daran wachsen. Ich kann unangenehme Aufgaben delegieren. Auch wenn es manchem Unternehmer schwer fällt: Sie müssen sich nicht um alles selbst kümmern. Wenn Ihnen Buchhaltung ein Graus ist, dann sollten Sie sie an jemanden abgeben, dem diese Arbeit Spaß macht. Er wird besser darin sein als Sie. Es braucht etwas Übung, aber man kann sich diese positive Haltung antrainieren. Mir ist irgendwann aufgefallen, wie häufig ich mich über Kleinigkeiten aufgeregt habe. Also habe ich mich bewusst dafür entschieden, gut gelaunt durchs Leben zu gehen. Und wenn ich im Job auf etwas stoße, auf das ich partout keine Lust habe - dann muss ich mich nicht selbst darum kümmern, sondern kann es ohne schlechtes Gewissen delegieren. Ich kann verstehen, wenn ein Mitarbeiter mal einen schlechten Tag hat. Aber wenn ich das Gefühl habe, dass jemand bei seiner Arbeit gar keine Freude empfindet, spreche ich das an. Es mag zunächst unangenehm sein, so den Spiegel vorgehalten zu bekommen. Aber im Nachhinein sind die meisten Menschen dankbar, weil sie sich endlich einmal mit der Frage beschäftigen, was sie eigentlich wollen - und was sie glücklich machen würde. Der Job muss keinen Lebenssinn stiften - aber Spaß machen Nun könnte man sagen: Es ist doch nur ein Job, der muss mir doch nicht den Lebenssinn stiften. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Es geht mir nicht darum, meine Arbeit zu überhöhen. Ich rette weder Wale noch halte ich die Erderwärmung auf. Aber ich tue das, was ich tue, mit Leidenschaft. Und das ist für mich persönlich die Erfüllung. Es spielt dabei keine Rolle, was für einen Job man macht. Ein Beispiel: In Frankfurt gibt es das Café Brühmarkt in der Leipziger Straße. Ich gehe gern dort hin, der Kaffee ist köstlich. Und die Baristas sind richtig gut, sie malen die verrücktesten Dinge in den Milchschaum und zaubern so ein Lächeln in die Gesichter der Kunden. Man könnte sagen: Das sind doch einfach nur Kaffee-Verkäufer. Aber sie machen ihren Job mit einer wahnsinnigen Leidenschaft. Sie lieben, was sie tun. Und das ist es, was zählt.