Negative Glaubenssätze Wie Sie die Erfolgskiller in Ihrem Kopf abschalten

„Die Hindernisse, die oft am schwierigsten zu überwinden sind, sind die im eigenen Kopf“: Für Roman Kmenta sind negative Glaubenssätze "Erfolgskiller".

„Die Hindernisse, die oft am schwierigsten zu überwinden sind, sind die im eigenen Kopf“: Für Roman Kmenta sind negative Glaubenssätze "Erfolgskiller".© Marie Maerz / photocase.de

„Das schaffe ich nie!“ Negative Glaubenssätze sind Bremsklötze auf dem Weg zum Erfolg. Sie zu überwinden, ist nicht einfach - doch mit den folgenden drei Schritten kann es gelingen.

  • „Ich bin kein Verkäufer!“
  • „Kunden sind nicht bereit, mehr als XY Euro für mein Produkt zu zahlen!“
  • „Neue Kunden zu gewinnen ist sehr schwer!“

Kennen Sie solche Gedanken? Sie klingen wie Wahrheiten – und sie fühlen sich auch so an. Und doch sind sie nichts weiter als Überzeugungen, die unser Denken und Verhalten steuern: so genannte negative Glaubenssätze.

„Negative Glaubenssätze sind oft sehr fest verankerte Sichtweisen über sich und die Welt, die Sie daran hindern, das zu tun, was Sie müssten, um das zu erreichen, was Sie wollen“, schreibt der Business Coach Roman Kmenta, aus dessen Blog-Beitrag „Fake it till you make it“ die drei Beispielsätze stammen. Er nennt negative Glaubenssätze auch „Erfolgskiller“.

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Wer Erfolg haben will, muss also zuerst die eigenen Gedanken auf Erfolg umprogrammieren. Doch das ist leichter gesagt als getan, warnt Kmenta: „Die Hindernisse, die oft am schwierigsten zu überwinden sind, sind die im eigenen Kopf.“

Denn negative Glaubenssätze entstehen schnell – laut Kmenta kann es ausreichen, ein, zwei Male an etwas zu scheitern. Und: Sie sind äußerst hartnäckig: Manche begleiten einen schon das ganze Leben lang oder werden gar in der Familie von einer Generation an die nächste weitergegeben.

Wie also lassen sich negative Glaubenssätze auflösen? Kmenta setzt hierbei auf eine Methode in drei Schritten:

Schritt 1: Negative Glaubenssätze auflisten

Im ersten Schritt empfiehlt Kmenta, alle Glaubenssätze auflisten, die einen am Erfolg hindern. „Oft kann alleine das schon negative Glaubenssätze auflösen.“ Denn durch das Auflisten fange man an, die eigenen Glaubenssätze zu hinterfragen und in einem realistischeren Licht zu betrachten.

Allerdings solle man für diesen Schritt unbedingt genug Zeit einplanen, rät Kmenta. Denn diese Denkweisen seien so tief im Innersten verankert, dass man sich ihrer oft gar nicht bewusst sei. Die Trainerin Heike Thormann empfiehlt in ihrem Blog folgende Schritte, um tiefsitzende Glaubenssätze zu erkennen:

  • auf häufig verwendete Verallgemeinerungen achten
  • die eigene Biografie durchleuchten
  • in der Familie populäre Redewendungen und Verhaltensmuster aufspüren
  • die eigene Sprache hinterfragen
  • Menschen aus dem eigenen Umfeld um ihre Einschätzung bitten

Schritt 2: Zukunftsvision kreieren

Im zweiten Schritt empfiehlt Kmenta, sich gedanklich in die Zukunft zu versetzen und sich zu überlegen: Wie wird das Leben sein, wenn man den negativen Glaubenssatz überwunden hat? Diese Zukunftsvision solle man „so detailliert wie möglich“ ausgestalten, rät Kmenta. Er empfiehlt hierfür unter anderem Fragen wie diese:

  • Wie bzw. was werden Sie denken?
  • Welche positiven Glaubenssätze werden Sie haben?
  • Was werden Sie nicht mehr tun?
  • Mit welchen Menschen werden Sie zu tun haben und mit welchen nicht mehr?
  • Wie wird Ihr Tagesablauf aussehen?

Auch scheinbare Nebensächlichkeiten solle man sich vorstellen – sich etwa das Auto, das man fahren, und die Kleidung, die man tragen werde, vor seinem inneren Auge ausmalen.

Schritt 3: So tun als ob.

Den dritten, entscheidenden Schritt bezeichnet Kmenta als „Fake it till you make it“ – auf deutsch: „Tu so als ob, bis du es schaffst“: Man solle sofort anfangen, einige Punkte der eigenen Zukunftsvision aus Schritt 2 umzusetzen. „Warum schlüpfen Sie nicht in Ihr zukünftiges Ich und SIND jetzt bereits so, wie Sie sein werden?“, schreibt Kmenta dazu – so wie ein Schauspieler in eine Rolle schlüpft. „Werden Sie sich (anfangs) eigenartig dabei fühlen? Möglicherweise, aber das ist egal. Machen Sie weiter.“

Kleine, konkrete Änderungen sollen hierbei einen Vorgeschmack geben auf das Lebensgefühl, das ohne die negativen Glaubenssätze möglich wäre. Wer von einem Sportwagen träume, könne sich für ein Wochenende einen mieten, wer seinen Tagesablauf radikal ändern wolle, könne das im Urlaub eine Woche lang ausprobieren. „Das ist ein wenig wie eine positive „Gehirnwäsche“, die Sie sich selbst verpassen“, erklärt Kmenta: Indem man mit Haut und Haar in die neue Rolle schlüpfe, fange man an, festgefahrene Überzeugungen zu überwinden – und könne seine Ziele schneller und leichter erreichen.

Er verspricht außerdem einen positiven Nebeneffekt: „Nicht nur, dass sich Ihr Leben verändern wird, Sie werden auch eine Menge Spaß dabei haben und interessante Erfahrungen machen.“

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