Selbstkontrolle 7 Dinge, die erfolgreiche Menschen NICHT tun

Sieben Sachen einfach sein lassen: Wer mehr Selbstkontrolle wolle, der müsse sie trainieren, rät der amerikanische Autor und Berater Travis Bradberry. Einen Anfang macht, wer sich diese schlechten Angewohnheiten abtrainiert.

Sieben Sachen einfach sein lassen: Wer mehr Selbstkontrolle wolle, der müsse sie trainieren, rät der amerikanische Autor und Berater Travis Bradberry. Einen Anfang macht, wer sich diese schlechten Angewohnheiten abtrainiert. © picea / photocase.de

Was machen erfolgreiche Menschen anders? Laut Bestsellerautor Travis Bradberry kommt es vor allem darauf an, was sie NICHT machen. 7 Tipps für eine bessere Selbstkontrolle.

Wann haben Sie zuletzt gedacht: Wow – heute habe ich richtig was gewuppt? Studien zeigen, dass Erfolg eher mit Selbstkontrolle zu tun hat als mit Talent. „Selbstkontrolle ist wie ein Muskel“, schreibt dazu der amerikanische Bestsellerautor Travis Bradberry in einem Artikel auf seiner Seite talentsmart.com. „Um sie zu steigern“, so Bradberry „müssen wir sie trainieren.“ Wie das geht? Laut Bradberry müssen wir dafür gar nicht viel tun – sondern vor allem schlechte Angewohnheiten aufgeben. Zum Beispiel diese:

1. Handy, Tablet oder Laptop im Bett benutzen

Wer vor dem Schlafengehen noch E-Mails checkt oder WhatsApps schreibt, kann schlechter einschlafen. Der Grund: Monitore geben blaues Licht ab – genau wie die Morgensonne. Das blaue Licht stoppt die Produktion des Hormons Melatonin, das dafür sorgt, dass wir schläfrig werden. Das Bildschirmlicht macht es so nicht nur schwerer einzuschlafen, es macht unseren Schlaf auch weniger erholsam. Und wer schlecht schläft, ist weniger leistungsfähig. „Die meisten Menschen nehmen gar nicht wahr, wie das ihren Schlaf und ihre Produktivität stört“, schreibt Bradberry. Im besten Fall verzichtet man nach dem Abendessen darauf, auf Bildschirme zu starren. Vor allem auf die, die wir direkt vors Gesicht halten: also Smartphones, Tablets und Laptops.

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2. Wild im Internet surfen

Es dauert ungefähr 15 ununterbrochene, fokussierte Minuten, bis der Mensch mit voller Konzentration arbeiten kann. Erst dann setzt der sogenannte „Flow“ ein. Im Flow ist unsere Produktivität Studien zufolge bis zu fünfmal größer als üblich. Aber er ist äußerst fragil: Wer nur kurz einem Impuls nachgibt – E-Mails checkt oder die Nachrichten liest – der hat seinen Flow zerstört. Es braucht wieder 15 Minuten, um auf dasselbe Level an Produktivität zurückzukehren, schreibt Bradberry. Die Lösung: feste Zeiten blocken, in denen man völlig ungestört arbeiten kann – und genug Beherrschung aufbringen, um der Verlockung des Internets zu widerstehen.

3. Während Unterhaltungen aufs Handy gucken

Nichts ist unangenehmer, als mit jemandem zu sprechen, der nicht aufmerksam zuhört. Schaut der Gesprächspartner auf sein Handy, suggeriert er Desinteresse für sein Gegenüber. Das ist nicht nur unhöflich, sondern führt auch zu Missverständnissen. Erfolgreiche Menschen konzentrieren sich auf eine Sache – und das Hier und Jetzt.

4. Negativen Menschen Aufmerksamkeit schenken

„Wann immer du dich dabei erwischt, wie du dich über einen Mitarbeiter aufregst, übe dich darin: Denke an jemand anderen in deinem Leben, für den du dankbar bist“, schreibt Bradberry. Bevor man sich an negativen Menschen abarbeite, die nur rummeckern, solle man denen Aufmerksamkeit schenken, die positiv und mit Teamgeist nach vorne gehen. Als Unternehmer heißt das, auch mal Kündigungen auszusprechen. (Wer zweifelt, ob das notwendig ist, sollte sich vor allem diese eine Frage stellen).

5. Ja sagen, wenn man Nein sagen sollte

„Nein zu sagen, ist für viele Menschen eine enorme Herausforderung in Sachen Selbstkontrolle“, schreibt Bradberry. „Nein“ sei ein machtvolles Wort, vor dem man keine Angst haben sollte. Er warnt davor, es zu verpacken in Ausdrücke wie „Ich bin mir nicht sicher, aber …“ Stattdessen sollte man sich bewusst machen, dass man mit jedem Nein zu einer neuen Verpflichtung bestärkt, dass man zu seinen bestehenden Verpflichtungen steht. Nur wer Nein zu neuen Dingen sagen kann, kann sich auf seine bestehenden Ziele fokussieren und sie erreichen.

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6. Nur handeln, wenn man sich sicher ist

Erfolgreiche Menschen fangen einfach an. Sie warten nicht, bis sie den perfekten Plan haben. Aus gutem Grund: „Wie sollen wir etwas Großartiges schaffen, wenn wir nicht anfangen und unseren Ideen die Chance geben, sich zu entwickeln?“ schreibt Bradberry.

7. Sich mit anderen vergleichen

Viele Menschen machen ihr Glück davon abhängig, wie sie im Vergleich zu anderen dastehen. Doch wer das tut, gibt sein eigenes Glück aus der Hand. Es ist dann von anderen Menschen abhängig. Andere Menschen werden immer bewerten, was man selbst tut – dagegen kann man nichts machen. „Aber du kannst damit aufhören, dich zu vergleichen“, schreibt Bradberry. Eines sei ohnehin klar: „Du bist nie so gut oder so schlecht, wie andere Menschen sagen.“

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