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Christian Sega erinnert sich noch gut an die Zeit, als er angestellt war und seine Tage am Telefon verbrachte. Manchmal telefonierte er mit seinen Kollegen täglich 160 Personen ab, um ihnen neue Software zu verkaufen. „Anstrengend war das“, erzählt Sega. Er ist froh, dass es in seinem Unternehmen heute anders läuft.
Zusammen mit seiner Geschäftspartnerin Gabriela Schoenmann und einem Partner aus Großbritannien hat Sega, 58, Tecman Deutschland 2024 gegründet. Das Unternehmen verkauft Mittelständlern Enterprise-Ressource-Planning-Systeme (ERP) auf Basis von Microsoft. Mit der Software können Firmen ihre Geschäftsprozesse vom Einkauf bis zum Personalwesen in einer Datenbank abbilden, um Arbeitsabläufe zu automatisieren. Tecman Deutschland beschäftigt 16 Mitarbeitende – und keinen einzigen Vertriebler. „Trotzdem sprechen wir pro Woche bis zu 200 potenzielle neue Kunden an“, erzählt Christian Sega.
Wie Social Selling funktioniert
Der Hamburger Unternehmer nutzt dafür seit dem Frühjahr 2026 eine Methode, die ganz anders funktioniert als die bekannte Telefon-Akquise: das sogenannte Social Selling. „Dabei kontaktieren wir mithilfe von KI über Linkedin Menschen, die wir zuvor ebenfalls mit Unterstützung von KI als potenzielle Kunden identifiziert haben“, fasst Simone Brett-Murati das Vorgehen zusammen. Die Hamburger Vertriebsexpertin berät Sega und Schoenmann.
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