Krankenstandsanalyse Die 5 häufigsten Gründe, warum Mitarbeiter sich krankmelden

Krankenstandsanalyse

Wenn's mal zwickt, helfen Pillen nicht immer - viele Erkrankungen zwingen Arbeitnehmer zu Bettruhe.© Marie Maerz / photocase.de

Migräne, Erkältung oder Überarbeitung? Oft tappen Chefs im Dunkeln, wenn Mitarbeiter sich krankmelden. Die häufigsten Erkrankungen, wegen denen Arbeitnehmer 2018 gefehlt haben.

Die meisten Arbeitnehmer scheinen ein robustes Immunsystem zu haben: Jeder zweite meldete sich 2018 gar nicht krank – das ist ein Ergebnis der Krankenstandsanalyse der DAK. Für die Studie hat die Versicherung Daten von 2,5 Millionen erwerbstätigen Versicherten erhoben.

Und es gibt noch mehr gute Nachrichten: Erstmals seit 2006 ging die Zahl der Fehltage wegen psychischer Erkrankungen zurück. Dennoch stieg die Zahl aller Krankmeldungen im Vergleich zu 2017 ein wenig an. Hauptgrund sei die Grippewelle Anfang des vergangenen Jahres gewesen, heißt es in der Studie.

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Meldet ein Angestellter sich krank, haben Chefs grundsätzlich kein Recht darauf zu erfahren, woran er leidet – wie lange er voraussichtlich fehlen wird, dürfen sie dagegen schon erfragen. Laut der DAK-Studie fehlten Arbeitnehmer wegen einer Krankheit im Schnitt 12,6 Tage am Stück. Die häufigsten Krankheitsgründe im Überblick:

1. Rückenschmerzen und andere Muskel-Skelett-Erkrankungen

Größte Schwachstelle der Arbeitnehmer war wie schon im Vorjahr der Rücken: Fast 21 Prozent aller Krankmeldungen gingen auf Rückenschmerzen, Bandscheibenschäden oder andere Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems zurück.

Ob Mitarbeiter in ihrer Freizeit Sport treiben, um Rückenschmerzen vorzubeugen, ist Privatsache. Chefs können aber beispielsweise höhenverstellbare Schreibtische kaufen, an denen Mitarbeiter zwischendurch stehend arbeiten, um den Rücken zu entlasten, und ergonomische Bürostühle.

2. Atemwegserkrankungen

Erkältung, Husten oder die Grippe: Atemwegserkrankungen belegen Platz zwei der häufigsten Krankheitsgründe. Etwa jeder sechste Arbeitnehmer blieb 2018 wegen einer Atemwegserkrankung zu Hause.

Und doch schleppen sich immer wieder Mitarbeiter hustend oder mit Triefnase zur Arbeit – und tun dabei nicht nur sich selbst, sondern auch ihren Kollegen keinen Gefallen. Erkältete Mitarbeiter stecken womöglich andere an und sorgen damit für einen noch höheren Krankenstand. Für dieses Phänomen gibt es sogar einen Begriff: Präsentismus. Wie Chefs Präsentismus vorbeugen, lesen Sie in unserem Artikel „Hilfe, meine Leute schleppen sich krank zur Arbeit!“.

3. Psychische Erkrankungen

15,2 Prozent aller Krankmeldungen gingen auf psychische Erkrankungen zurück. Hauptgründe sind Depressionen, Reaktionen auf schwere Belastungen oder Anpassungsstörungen; also psychische Reaktionen auf schwierige Lebensereignisse wie der Tod eines Angehörigen, Eheprobleme oder auch Mobbing am Arbeitsplatz. Durchschnittlich fehlten psychisch erkrankte Angestellte fast 34 Tage am Stück – Frauen häufiger als Männer.

Ob Mitarbeiter wegen ihrer Arbeit überlastet sind, erkennen Chefs an typischen Warnsignalen.

4. Verletzungen und Vergiftungen

Auf Platz vier der häufigsten Krankheitsgründe landen Vergiftungen durch Lebensmittel, Pflanzen oder Gase und typische Unfälle: Knochenbrüche, Verrenkungen, Schnittwunden, Gehirnerschütterungen. Passieren solche Unfälle am Arbeitsplatz, müssen Arbeitgeber sie melden.

5. Verdauungssystem

Ob Bauchschmerzen, Durchfall oder eine Magen-Darm-Grippe: Fünf Prozent aller DAK-Versicherten fehlten 2018 wegen Erkrankungen des Verdauungssystems.

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