Faulheit 6 gute Gründe, öfter mal faul zu sein

Faulheit siegt! Das gilt auch fürs persönliche Wachstum: Wer sich Zeit zum Entspannen nimmt, kommt auf ganz neue Idee.

Faulheit siegt! Das gilt auch fürs persönliche Wachstum: Wer sich Zeit zum Entspannen nimmt, kommt auf ganz neue Idee.© rowan / photocase.de

Faulheit hat einen schlechten Ruf - zu Unrecht: Es gibt gute Gründe dafür, die Arbeit öfter mal Arbeit sein zu lassen und einfach nichts zu tun. Effizienz ist nur einer davon.

Gibt man das Wort Faulheit bei Google ein, erscheinen folgende Suchbegriffe: „Faulheit Todsünde“, „Faulheit besiegen“, „Faulheit bekämpfen“ und zu guter Letzt „Faulheit Krankheit“. Ganz offensichtlich gilt Faulheit als wenig erstrebenswert.

Ein Irrtum, findet Brian Lee, Coach und Autor des Produktivitätsblogs „Lifehack“. In einem Blogbeitrag bricht er eine Lanze für faule Menschen. „Faulheit kann unser Leben verbessern“, schreibt er. Für Lee sprechen die folgenden sechs Gründe dafür, warum wir uns selbst ein bisschen mehr Faulheit zugestehen sollten – zumindest ab und an:

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1. Faulheit verschafft uns Zeit, um neue Kraft zu tanken.

Wenn man viel um die Ohren hat, fällt vor allem eins unter den Tisch: Zeit zum Durchatmen. Doch die brauchen Menschen unbedingt, davon ist Lee überzeugt: „Es ist oft negativ für unser persönliches Wachstum, ständig beschäftigt und von uns abgelenkt zu sein.“ Faulenzen könne sehr gut tun – unter einer Bedingung: „Wenn wir den Gedanken loslassen können, dass wir stattdessen etwas anderes tun sollten.“

2. Faulheit macht offen für neue Ideen.

Wer sich Zeit zum Runterkommen und Entspannen nimmt, macht den Kopf frei für neue Ideen. Es könne sogar hilfreich sein, sich mal richtig zu langweilen, glaubt Lee und zitiert die Psychologin Sandi Mann: „Wenn wir uns langweilen, suchen wir nach Stimulation. Um sie zu erreichen, können wir unsere Gedanken wandern lassen und träumen.“ Das eröffne völlig neue Sichtweisen.

3. Faulheit lässt uns effizienter arbeiten.

Faule Menschen wollen möglichst viel Zeit für die schönen Dinge des Lebens haben. Daher versuchen sie, ihre Arbeit möglichst schnell und effizient zu erledigen. Lee zitiert Benjamin Franklin mit den Worten: „Ich bin der faulste Mensch der Welt: Alle meine Erfindungen habe ich mir nur ausgedacht, um mir das Leben leichter zu machen.“

4. Faulheit lässt uns schnelle Erfolge suchen.

Wer zu faul ist, die dicken Brocken auf der To-do-Liste anzupacken, konzentriert sich oft lieber auf das, was schnell erledigt ist. Lee ermutigt dazu, dieses Vorgehen positiv zu sehen: „Es mag so aussehen, als seien die Prioritäten verschoben, aber es ist eine produktive Art, Dinge anzugehen.“ Schließlich gibt es uns ein gutes Gefühl, eine erledigte Aufgabe abzuhaken – und wenn man bei den dicken Brocken ankommt, hat man den Kopf frei für sie.

5. Faulheit macht uns fokussierter.

Faule Menschen neigen zum Prokrastinieren, sie schieben also regelmäßig To-dos bis kurz vor der Deadline auf. Das habe jedoch auch sein Gutes, findet Lee: Denn wer etwas auf den letzten Drücker erledige, konzentiere sich ausschließlich auf eine Aufgabe und vermeide dadurch automatisch schädliches Multitasking. Zudem bemühe man sich in dieser Situation um äußerste Effizienz – schließlich dürfe die knapp bemessene Zeit auf keinen Fall vertrödelt werden.

6. Faulheit lässt uns unbeschwerter durchs Leben gehen.

„Zu wissen, dass man faul ist, und trotzdem darüber lachen zu können, ist ein großer Schritt in Richtung Selbstliebe und Selbstakzeptanz“, meint Lee. Denn wer sich selbst mit allen Ecken und Kanten akzeptiere, statt zu versuchen, anderen zu gefallen, lebe unbeschwerter und glücklicher.

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