Jahresendaufgaben Fleißigen Rutsch: Was Sie zwischen den Jahren erledigen können

Damit Sie zum Start 2019 nicht rot sehen, sollten Sie jetzt noch ein paar Jahresendaufgaben abschließen.

Damit Sie zum Start 2019 nicht rot sehen, sollten Sie jetzt noch ein paar Jahresendaufgaben abschließen.© MicroStockHub / iStock / Getty Images Plus

Spätestens am zweiten Feiertag drängt der innere Antreiber, wieder Sinnvolles zu tun. 9 Ideen, wie Sie die Tage zwischen Weihnachtsgans und Silvester-Raclette zur produktivsten Zeit des Jahres machen.

Aufgaben für alle, die nach all der Weihnachtskommunikation einen guten Grund brauchen, um sich mit der Lieblingsmusik ins Büro zurückzuziehen.

1. E-Mail-Postfach aufräumen

135 unbeantwortete Mails, 520 weitere, die darauf warten, in Ordner sortiert zu werden. Direkt nach dem eher analogen Weihnachtsfest haben die meisten von uns Lust auf digitale Pflichten – oder fühlen sich von diesen zumindest weniger genervt als sonst. Guter Zeitpunkt also, um Ihr Postfach aufräumen. Tipps, wie das fix klappt, finden Sie in diesem Artikel zur E-Mail-Flut.

2. Schreibtisch aufräumen

Post-Its, die im Doppeldutzend am Monitor kleben, Dokumentenstapel, die man wöchentlich in der linken Ecke des Tisches zusammenrückt – und nicht zu vergessen Kugelschreiber und Textmarker, die kaum oder gar nicht mehr schreiben: Jedes Gramm Unordnung raubt in der Alltagshektik einiges an Zeit. Grund genug, zwischen den Jahren alles Kaputte auszusortieren, erledigte To-Do-Listen in den Müll zu packen und Aufgaben, die wichtig bleiben, an einer Stelle zu sammeln.

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3. Buchhaltung auf Stand bringen

Typische Fehler in der Buchhaltung können richtig teuer werden. Umgekehrt kann Geld sparen, wer die störungsfreie Zeit zwischen den Jahren dafür nutzt, einen prüfenden Blick auf Rechnungsausgang und Geldeingang zu werfen, Belege zusammenzusuchen und zu sortieren und die Kontoauszüge auszudrucken. Lohn der ungeliebten Mühen: Nach ein paar Stunden kann ein perfekt gepflegter Ordner mit Steuerunterlagen im Regal stehen. Obendrauf gibt’s das gute Gefühl, für Nachfragen in Sachen Jahresabschluss gewappnet zu sein.

4. Tastatur säubern

Klingt banal – aber Brötchenkrümel und Staubkörner können echten Schaden anrichten. Etwa eine Taste blockieren, was bei einigen Laptop-Modellen den Austausch der kompletten Tastatur nötig macht. Oder langfristig den Lüfter verstopfen. Zudem sind Tastatur und Maus Sammelstellen krankmachender Keime, weshalb auch Gesundheitsexperten zur Reinigung raten. Dafür das Gerät ausschalten, die Tastatur umdrehen und groben Schmutz vorsichtig herausklopfen. Dann mit einem Wattestäbchen oder einer Zahnklammerbürste den Schmutz zwischen den Tasten entfernen. Achtung: bei Laptop-Tastaturen kein Wasser benutzen, bei PC-Tastatur und Maus nur nebelfeuchte Putzhilfen. Königsklasse: Einige Staubsauger haben einen Bürogeräte-Aufsatz, mit dem sich – auf niedrigster Stufe – Tastaturen säubern lassen.

5. Software-Updates aufspielen

Die meisten von uns drücken sie konsequent weg: Aktualisierungs-Aufforderungen auf Laptop, Smartphone, Tablet und E-Book-Reader. Auch wenn wir wissen, dass die meisten Anwendungen sich irgendwann nicht mehr öffnen oder mit allen Funktionen nutzen lassen – es fehlt einfach die Zeit, um zuzusehen, wie sich ein Update-Rädchen dreht. Zwischen den Jahren dagegen erlauben es die vielen Freiminuten, wirklich jede Software auf allen Geräte zu aktualisieren.

Ideen für alle, die immer wieder bedauern, im Alltag das große Ganze aus dem Blick zu verlieren.

6. Die großen Fragen klären

Wo will ich hin mit meinem Unternehmen? Was soll bleiben, wie es ist, was sollte sich ändern? Zwischen den Jahren ist die ideale Zeit, um ein Fazit zu ziehen und mit den Erkenntnissen aus der Vergangenheit in aller Ruhe in die Zukunft zu schauen – weil keine To-do-Liste abgearbeitet werden will und kein Mitarbeiter in der Tür steht. Gute Gelegenheit, die Gedanken einfach mal fließen zu lassen. Tipp: Schalten Sie den inneren Zensor stumm und schreiben Sie in einem ersten Schritt alle Gedanken, Ideen und Stichwörter, die Ihnen zu den großen Fragen einfallen, unsortiert auf einen Zettel. Unterziehen Sie diese dann in einem zweiten Schritt, möglichst mit ein paar Stunden Abstand, dem Realitätscheck – um dann jene Ideen weiterzuspinnen, die ihn überstanden haben.

7. Konkrete Ziele definieren – und die Wege dahin

„Ja, macht halt mal, ich weiß jetzt auch nicht genau, wo das am Ende hinführt“: Von Akquise bis Vertrieb – im Alltag läuft das Geschäft oft nach der Wurschtel-Devise. Wer das im nächsten Jahr ändern will, sollte die Ruhe nutzen, um die kommenden Monate durchzuplanen. Legen Sie für jeden Geschäftsbereich fest, welches Ziel Sie mit Ihren Mitarbeitern wann erreichen wollen und welche konkreten Aufgaben jeder Mitarbeiter dabei erfüllen soll. Positiver Nebeneffekt: Wer sich als Unternehmer dafür ein paar Stunden Zeit genommen hat, schafft sich so zugleich eine gute Grundlage für Mitarbeitergespräche und Zielvereinbarungen.

8. Sich ein Jahresmotto überlegen

Ein Jahresmotto für ihr Unternehmen kann helfen, Mitarbeiter zu motivieren, Aufgaben neu zu verteilen, Betriebsfeiern leichter zu organisieren und auf lässige Art mit Kunden in Kontakt zu treten. Ein paar entspannte Minuten braucht es schon, um den ein oder anderen guten Einfall zu haben – deshalb bietet es sich an, am Jahresende danach zu suchen. Auch, weil Sie so pünktlich im Januar Ihre Mitarbeiter auf Motto und Jahr einstimmen können. Wie Sie ein passendes finden, erfahren Sie im Artikel „Mit wenigen Worten zum großen Erfolg“.

Idee für alle, die schon wissen, was sich im neuen Jahr ändern soll.

9. Sich weiterbilden

Was genau bedeutet die DSGVO für Vertrieb und Marketing in Ihrem Unternehmen? Wie lässt sich die Pressearbeit verbessern? Und wie gelingt ein Verkaufsgespräch besser? Der Post-Weihnachts-Leerlauf bietet die Gelegenheit, endlich mal wieder in Ruhe ein Fachbuch zu lesen. Oder all die guten Fachartikel durchzugehen, die man sich im Laufe des Jahres markiert, aber dann doch nie gelesen hat. Wer Größeres vorhat, sollte die Homepage von Weiterbildungs-Anbieter checken – und die entspannte Emsigkeit nutzen, um direkt einen Kurs zu buchen. Und sich damit selbst zu verpflichten, das Weiterbildungs-Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, wenn die Jahresanfangs-Hektik die Jahresend-Ruhe ersetzt.

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3 Kommentare
  • Ingo Ullrich 22. Dezember 2018 11:28

    andere Idee = 6 Tage spazieren gehen und Kopf ausschalten und wieder neu durchstarten wünsche geruhsame Feiertage

  • ShortMuc 21. Dezember 2018 13:12

    Einen zehnten Punkt hätte ich noch:
    Den blöden Begriff „zwischen den Jahren“ aus dem Wortschaft zu streichen.
    In diesem Sinn: Ein fröhliches Neues Jahr.

    • ShortMuc 21. Dezember 2018 14:02

      Achtung – Teppfühler:
      Muss heißen „Wortschatz“ – nicht „Wortschaft“.
      ShortMuc

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