Grußformeln Freundliche, beste oder liebe Grüße?
Die Suche nach den richtigen Grußformeln für E-Mails und Geschäftsbriefe bereitet vielen Unternehmern Kopfzerbrechen.

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Verbleiben Sie mit freundlichen Grüßen oder senden Sie sonnige Grüße? Welche Grußformeln sind zeitgemäß? Wie man elektronische Korrespondenz beendet - und was gar nicht geht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Grußformel muss zum Unternehmen passen - Unternehmer sollten sich daher fragen, welches Image sie vermitteln wollen und was Kunden von ihnen erwarten.
  • Unterscheiden Sie zwischen formellen und informellen Grüßen, je nachdem, wie gut Sie den Empfänger kennen.
  • Verzichten Sie auf Smileys in Geschäftsmails.
  • Bei längeren E-Mail-Dialogen sollten Sie die Grußformel variieren, damit sie nicht wie eine unpersönliche Floskel wirkt.
  • Die Grußformel wegzulassen ist ein unhöflich - es sei denn, man schreibt in kurzer Zeit mit der gleichen Person mehrfach hin und her.
  • Auch im Englischen gibt es formelle und informelle Grußformeln.

„Mit herzlichen Grüßen aus der märchenhaften Geburtsstadt der Gebrüder Grimm: Hanau“, das stand unter einer E-Mail, die uns vor einiger Zeit erreichte. Der Absender: nicht etwa ein Märchenbuch-Verlag, sondern ein Softwareunternehmen. Der Gruß blieb in Erinnerung und sorgte in der Redaktion für Diskussionen: Kann man so was heute machen? Ist das individuell, nett, gelungen – oder doch ein bisschen „too much“?

Was bei Grußformeln in Geschäftsbriefen und E-Mails heute gilt, weiß Business-Knigge-Trainerin Nandine Meyden. „Seit einigen Jahren werden Grußformeln immer individueller und authentischer“, bestätigt sie. „Früher wurde eher Sehr geehrter Herr geschrieben und Mit freundlichen Grüßen. Heute finden viele, dass das steif und unpersönlich klingt. Unternehmen wollen ihren Kunden deutlich machen, dass sie maßgeschneiderte Angebote haben – und das bringen sie durch persönliche Grüße in der Geschäftspost symbolisch zum Ausdruck.“

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Passt die Grußformel zum Unternehmen?

Die Kehrseite der neuen Freiheit: Die Grußformel muss zum Unternehmen passen. „Darüber sollten sich Unternehmer genauso Gedanken machen wie über ihr Firmenlogo oder ihre Webseite“, rät Meyden. Bei der Wahl der Grußformel sollte sich ein Unternehmen daher fragen: Welches Image, welche Botschaft möchte ich vermitteln? Und mit welcher Erwartungshaltung begegnen mir meine Kunden und Geschäftspartner? Die Entscheidung für oder gegen einen Standardgruß hängt nicht zuletzt von der Branche ab.

Im Einzelfall spielt aber auch persönliche Sympathie eine Rolle: Je besser Sie Kunden und Geschäftspartner kennen, desto kreativer können Sie werden. Und wenn Sie unsicher sind, welche Formulierung angemessen ist? „Dann bleiben Sie beim Konventionellen“, rät Nandine Meyden. „Damit richten Sie im Zweifel weniger Schaden an als mit dem Unkonventionellen.“ Das gilt nicht nur für Anrede und Verabschiedung, sondern für die gesamte Geschäftskorrespondenz: Von Emoticons, also Smileys, die in geschäftlichen Mails immer häufiger werden, rät Meyden beispielsweise ab.

Wie formell oder informell die Kommunikation abläuft, bestimmt übrigens immer der Ranghöhere. „Beim Umgang mit Kunden ist dieser stets der Ranghöchste“, sagt Meyden. Und rät, bei längeren E-Mail-Dialogen Grußformeln zu variieren – damit der Empfänger nicht das Gefühl bekommt, er werde mit unpersönlichen Floskeln abgespeist.

Von „Hallo“ bis „Sehr geehrter“: Anreden im Überblick

Klassisch: „Sehr geehrte/r“

Das sagt die Expertin: Beim Erstkontakt als Anrede nach wie vor in Ordnung – und in konservativeren Umfeldern durchaus auch darüber hinaus üblich.

Etwas informeller: „Guten Tag“ (plus Name)

Das sagt die Expertin: Formell und höflich, aber nicht ganz so distanziert wie „Sehr geehrte/r“ – eine gute Wahl.

Vertraut: „Liebe/r“

Das sagt die Expertin: Nicht inflationär und von Anfang an für die Anrede nutzen. Ist Ihnen die Person wirklich lieb? Das wissen Sie doch noch gar nicht! Ähnlich wie beim Duzen und Siezen gilt: Von Anfang an genutzt, bedeutet es nichts.

Salopp: „Hallo“

Das sagt die Expertin: Als Anrede nur okay, wenn schnell und informell zwischen Gleichrangigen und Kollegen kommuniziert wird.

Regional: „Servus / Grüß Gott / Moin Moin“

Das sagt die Expertin: Durchaus eine Alternative, wenn Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung einen starken lokalen Bezug haben oder Sie und der Empfänger Ihrer Nachricht aus der gleichen Region kommen. Wenn es passt, macht es die Welt ein bisschen bunter.

Von „MfG“ bis „Liebe Grüße“: Schlussformeln im Überblick

Klassisch: „Mit freundlichen Grüßen“

Das sagt die Expertin: Wenig originell, aber in Ordnung beim Erstkontakt, wenn Sie noch nichts über den anderen wissen. Genauso formal, aber einen Tick moderner: freundliche Grüße. Das kann jeder machen.

Etwas informeller: „Beste Grüße“

Das sagt die Expertin: „Beste Grüße“ sind eine gute Alternative für alle, die eine Variante zwischen freundlichen und herzlichen Grüßen suchen.

Noch etwas informeller: „Viele Grüße“

Das sagt die Expertin: „Viele Grüße“ sind als Grußformel geeignet, wenn man informell und wiederholt schreibt.

Vertraut: „Herzliche Grüße“

Das sagt die Expertin: Wenn man sich überhaupt noch nicht kennt, werden herzliche Grüße von manchen als seltsam empfunden. Daher sollte die Grußformel mit Bedacht eingesetzt werden. Nach einem persönlichen Kontakt vermitteln herzliche Grüße Wertschätzung und bauen eine herzliche Verbindung auf.

Liebevoll: „Liebe Grüße“

Das sagt die Expertin: Das ist sehr persönlich und daher für den Erstkontakt völlig ungeeignet – viel zu distanzlos. Wenn man aber mehrfach und intensiv zusammengearbeitet hat, können liebe Grüße durchaus eine Option sein. Nur sehr vorsichtig einsetzen.

Selbstverliebt: „Schöne Grüße“

Das sagt die Expertin: Das klingt für einige Menschen seltsam – beinahe so, als würden Sie Ihre Grüße selber loben. Wann ein Gruß schön ist, entscheidet der Empfänger.

Mit Ortsangabe: „Grüße aus Hamburg“ / „Grüße nach Berlin“

Das sagt die Expertin: Es gilt als aufmerksamer, nicht die eigene Stadt zu nennen, sondern den Herkunftsort des Adressaten: Das stellt ihn in den Mittelpunkt. Es kann aber auch durchaus nett sein, in einer längeren E-Mail-Konversation mal den eigenen Ort zu nennen – so bringt man Abwechslung rein.

Mit Wetter-Bezug: „Sonnige Grüße“

Oder auch, kombiniert mit einer Ortsangabe: „Herzliche Grüße aus dem frühlingshaften / völlig verregneten / weihnachtlich verschneiten / trüben Hamburg“.

Das sagt die Expertin: Das kann sehr nett wirken, wenn man sich ein bisschen kennt – wie ein kleiner schriftlicher Smalltalk: Es signalisiert dem Empfänger der E-Mail, dass die Konversation über den reinen Austausch geschäftlicher Informationen hinausgeht.

Abgekürzt: „MfG“ / „VG“ / „LG“

Das sagt die Expertin: Bei aller Liebe zum Zeitmanagement: Solche Abkürzungen gehen maximal in einer SMS, wenn man kurz und informell einen Termin bestätigen will und es so schnell wie möglich gehen muss. Bei allen anderen Gelegenheiten wirkt es salopp und wenig wertschätzend – zumal es Alternativen gibt, die keine Zeit kosten: Viele Mailprogramme können MfG automatisch zu „Mit freundlichen Grüßen“ ersetzen. Oder Sie nehmen die Grußformel mit in Ihre E-Mail-Signatur auf.

Wünsche statt Grüße: „Einen guten Start in die Woche“ / „Ein schönes Wochenende“

Das sagt die Expertin: Wünsche sind eine gute Möglichkeit, die E-Mail persönlicher zu machen. Sie ersetzen aber nicht die Grußformel am Schluss der E-Mail.

Eilig: „Gruß“

Das sagt die Expertin: „Gruß“ wirkt sehr kurz angebunden. Wenn Sie es wirklich eilig haben, schreiben Sie lieber nur „Ihr/e + Name“ oder „Herzlichst“.

Gestelzt: „Mit dankenden Grüßen“

Das wirkt etwas aufgesetzt. Besser: Vielen Dank schreiben und dann die Grußformel Ihrer Wahl.

Altmodisch: „Hochachtungsvoll“

Das sagt die Expertin: Das sollte man heute nicht mehr schreiben. „Hochachtungsvoll“ weckt bei vielen Adressaten heute nicht mehr die Assoziationen von Hochachtung und wirkt fast unfreundlich. Mit diesen Worten unterschreibt beispielsweise die Polizei bei Strafbescheiden.

Grußformeln weglassen

Anrede und Schlussformeln ganz weglassen, zum Beispiel weil man sich bereits kennt? Keine gute Idee – denn den anderen weder zu begrüßen, noch zu verabschieden, wirkt sehr unhöflich. Ausnahmen können Sie nur machen, wenn Sie mit ein und derselben Person in kurzer Zeit häufig schreiben. In der fünften Mail innerhalb von zehn Minuten ist es in Ordnung und nicht unhöflich, auf umständliche Begrüßungen und Verabschiedungen zu verzichten und direkt zur Sache zu kommen.

Grußformeln für Geschäftsbriefe – die Formalien nach DIN 5008

  • Nach der Anrede steht ein Komma; der auf die Anrede folgende Text beginnt mit einem Kleinbuchstaben – natürlich vorausgesetzt, das erste Wort ist kein Substantiv. Zum Beispiel so:

„Guten Tag Herr Müller,

vielen Dank für Ihre Nachricht …“

  • Anrede und Haupttext werden durch eine Leerzeile getrennt.
  • Auch die Schlussformel wird durch eine Leerzeile vom Haupttext getrennt.
  • Die Grußformel endet stets ohne Punkt, Komma oder Ausrufezeichen:

„Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Max Mustermann“

  • Und noch ein Hinweis zur Rechtschreibung: Grüße schreibt man stets mit ß, nicht mit SS.

Englische Grußformeln

Einfach nur „Hello“ oder lieber „Dear Sir“? Ein kurzer Überblick über gängige Anreden und Schlussformeln in englischsprachiger Geschäftspost.

Anreden

  • „Dear“: Die Kombination aus „Dear“ (deutsch: Lieber/Liebe) und dem Nachnamen des Empfängers eignet sich für formelle Mails. Mit „Dear Mr. Smith“, oder bei mehreren Empfängern „Dear all“, machen Sie nichts falsch. Im britischen Englisch verzichtet man auf einen Punkt nach Mr oder Ms, im amerikanischen Englisch gehört ein Punkt dahinter.
  • Kennen Sie Ihren Ansprechpartner nicht, können Sie ihn mit „Dear Sir/Madam“ ansprechen. Das heißt so viel wie „Sehr geehrter Herr/Frau“.
  • Die Grußformel „To whom it may concern“ entspricht „Sehr geehrte Damen und Herren“ – ist allerdings sehr förmlich und eher in Schreiben an Behörden üblich und nicht unhöflich.
  • Bei unbekannten Empfängern ist es gängiger, „Dear Sir/Madam“ zu schreiben.
  • „Hello/Hi“ (plus Name) eignet sich für Kontakte, die Sie persönlich kennen.
  • Peter“: Wundern Sie sich nicht, wenn ein Amerikaner oder Brite Sie in Briefen oder Mails ohne Hello oder Dear anschreibt. Solche Kurzformen sind durchaus üblich.
  • Wenn Sie Frauen mit „Ms.“ anschreiben, sind Sie auf der sicheren Seite. „Mrs.“ ist nur empfehlenswert, wenn Sie sicher wissen, dass die Empfängerin der E-Mail verheiratet ist. Achtung: Schreiben Sie nicht „Miss“ oder gar „Mistress“. Ersteres ist recht verstaubt und altmodisch, letzteres wird in Zusammenhang mit Frauen verwendet, die eine Affäre mit einem verheirateten Mann haben.

Schlussformeln

  • „Yours faithfully“ entspricht „Mit freundlichen Grüßen“ oder „Hochachtungsvoll“. Das sollten Sie schreiben, wenn Sie den Empfänger nicht kennen – also wenn Ihre Mail mit der Anrede „Dear Sir“ oder „Dear Madam“ begonnen hat.
  • „Yours sincerely“ heißt ebenfalls „Mit freundlichen Grüßen“ und ist üblich, wenn Sie den Namen des Empfängers kennen. Beide Abschiedsformeln sind sehr formell.
  • Weniger formelle Schlussformeln: „Best regards“ (Beste Grüße), „Kind regards“ (viele Grüße), „Best wishes“ (Herzliche/Liebe Grüße), „Yours“ (Ihr/Ihre“), „All the best“ (Alles Gute) oder einfach nur „Thanks“ (Danke) oder „Cheers“ (das Wort bedeutet zwar auch Prost, ist aber am Ende von formlosen Mails recht gebräuchlich und entspricht Danke/Vielen Dank).

Welche Grußformeln nutzen andere?

Wir haben uns bei Lesern umgehört, wie sie ihre E-Mails beschließen – und was sie auf die Palme bringt. Fünf Beispiele aus dem Unternehmeralltag – mit apfelschafen Grüßen, Glück auf und der siedend heißen Lust, den Gesprächspartner nachts um drei auf dem Handy anzurufen.

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25 Kommentare
  • Avatar
    Charles Ewing 12. Oktober 2020 13:56

    Please note that “Mrs.” is not really appropriate for professional contexts anymore. It’s nobody’s business whether a woman is married or not, and so the respectful default is “Ms.” in nearly every context. “Mrs.” makes me shudder every time it gets mistakenly put in an e-mail!

    • Angelika Unger
      Angelika Unger 12. Oktober 2020 14:21

      Dear Charles Ewing,
      thank you for the clarification!

      Best regards from the impulse team

  • Avatar
    Lenelis Kruse 28. August 2020 18:28

    Sehr vergnüglich, diese vielen Kommentare zu einem Problem, das ständigem Wandel unterworfen ist!
    Allen SchreiberInnen herzliche Grüße
    Lena

  • Avatar
    Schwyz 24. April 2020 16:35

    *Und noch ein Hinweis zur Rechtschreibung: Grüße schreibt man stets mit ß, nicht mit SS.*

    Grüsse werden auch mit ss geschrieben :-)

    Beste Grüsse aus der Schweiz

  • Avatar
    CoraCat 4. März 2020 11:44

    Hallo, was schreibt man bei Nachrichten im elektronischen Datenträgeraustausch (keine E- mail) z.B. zwischen Krankenhaus und Krankenkasse als Grußformel? Man hat dort auch nur eine begrenzte Anzahl von Zeichen, die grade so für die Nachricht reicht. Eine Grußformel hat dann keinen Platz mehr. ist das dann auch unhöflich oder muss ich meinen vorherigen Text nur mit Abkürzungen schreiben? MfG finde ich persönlich schlimmer als gar keine Grußformel.

    Gruß CoraCat

  • Avatar
    Oliver R. 14. Oktober 2019 12:08

    Hallo Frau Unger,

    was Sie nicht aufführen, sind abgekürzte Anreden und deren Würdigung so wie bei den abgekürzten Grußfloskeln.

    Gar nicht so selten sehe ich „SgF“ oder „SgH“ + Nachname anstelle von „Sehr geehrte Frau“ bzw. „Sehr geehrter Herr“.

    Das ist für mich der Gipfel der Unfreundlichkeit, dann lieber keine Anrede. Wie sehen Sie das?

    Beste Grüße,
    Oliver R.

    • Angelika Unger
      Angelika Unger 14. Oktober 2019 13:54

      Hallo Oliver R.,

      das habe ich noch nicht gesehen, aber ich bin ganz bei Ihnen: Das ist kein wertschätzender Umgang.

      Herzliche Grüße vom impulse-Team

  • Avatar
    Dr. Bernd Stobbe 14. Oktober 2019 10:12

    Was halten Sie von der guten (ur-)alten Anrede?
    P.P. = praemissis praemittentis

    • Angelika Unger
      Angelika Unger 14. Oktober 2019 13:55

      Guten Tag, Herr Dr. Stobbe, diese Anrede ist mir nicht geläufig.
      Herzliche Grüße vom impulse-Team

  • Avatar
    Bobeich 9. August 2019 16:13

    bezogen auf die Grußformel der Anrede:
    – SERVUS

    ich hoffe der Schreiber kennt die lateinische Bedeutung: servus = Sklave, später Knecht oder Diener, also „ich bin dein Diener“.

    Wer mich damit anschreibt, erhält jedes Mal eine „kleine Arbeit“, ist ja mein „Diener“.
    Wünsche allen Lesern ein erholsames Wochenende.
    Gruß Ralph

  • Avatar
    Nora H. 27. Mai 2019 13:57

    Man sollte vermerken, dass diese Regeln vor allem in Deutschland gelten. In anderen deutschsprachigen Ländern, z.B. in der Schweiz hat man z.T. andere Regeln. Die 2 wichtigsten Unterschiede:
    – Nach der Anrede steht nichts, auch kein Komma; der auf die Anrede folgende Text beginnt mit einem Grossbuchstaben
    – Grüße schreibt man stets mit ss: Grüsse

    • Nicole Basel
      Nicole Basel 27. Mai 2019 14:05

      Toller Hinweis, danke!

  • Avatar
    anneliese.keim@gmx.de 25. April 2019 12:55

    Habe heute meine Kündigung erhalten, diese ist voll mit Fehlern. Habe auch schon reklamiert. Antwort: Wo sehen Sie Fehler? Ich habe 7 gefunden.

    Sehr geehrte Frau ….,
    hiermit kündigen wir das mit Ihnen bestehende Arbeitsverhältnis fristgerecht zum 31. Mail 2019.
    Aufgrund der Ihnen noch zustehenden Urlaubstage ist Ihr letzter Arbeitstag der 09.05.2019. Ihre Arbeitspapier erhalten Sie mit der letzten Abrechnung Ende Mai 2019. Die Betriebliche Altersversorgung bei der Stuttgarter Versicherung kündigen wir
    ebenfalls zum 31.05.2019
    Wir bedauern diesen Schritt gehen zu müssen und wünschen Ihnen für Ihren weiteren Lebensweg alles Gute.

    Mit herzlichen Grüssen

  • Avatar
    Bertram Graw 8. Januar 2019 12:46

    Hallo, Frau Unger,

    „Grußformeln für Geschäftsbriefe – die Formalien nach DIN 5008
    Nach der Anrede steht ein Komma. Der eigentliche Text beginnt mit einem Kleinbuchstaben – natürlich vorausgesetzt, das erste Wort ist kein Substantiv.“

    Dieser Formalie folgend, setze ich immer ein Komma nach der Anrede: „Hallo“ (siehe oben), was aber oft etwas störend wirkt, oder? Und der eigentliche Text beginnt nicht immer mit einem Kleinbuchstaben, wenn die Anrede mit einem Ausrufezeichen endet (besonders bei der Anrede „Lieber ….!“.

    Freundliche Grüße!

    • Angelika Unger
      Angelika Unger 8. Januar 2019 14:35

      Hallo Herr Graw,

      der Name gehört mit zur Grußformel, das Komma folgt danach – und dann geht es klein weiter. So wie in dem Satz direkt vor diesem ;)

      Herzliche Grüße
      Angelika Unger

      • Avatar
        Bertram Graw 9. Januar 2019 11:43

        Guten Tag, Frau Unger!

        Für Ihre Antwort bedanke ich mich, aber man kann wohl geteilter Meinung sein:

        Habe das hier gefunden:
        „Komma nach Guten Tag
        Die Standardanrede in einem Brief ist immer noch „Sehr geehrter Herr Muster, sehr geehrte Frau Muster“.
        Doch die etwas formlosere Alternative, „Guten Tag“, findet immer mehr Anwender.
        Zurzeit erarbeiten wir für zwei Unternehmen Stilhandbücher – und auch diese beiden Unternehmen haben sich für die Variante „Guten Tag“ entschieden, und zwar ohne Gegenstimme. Heiß diskutiert wurde jedoch, ob im Stilhandbuch ein Komma nach der Anrede zwingend vorgeschrieben werden soll.
        Der Duden sieht dieses Komma bei „Guten Tag“ zwingend vor, da Anreden mit einem Komma abgetrennt werden müssen:
        Guten Tag, Herr Muster,
        Kurze Anreden mit einer Interjektion (einem Ausruf) können hingegen ohne Komma stehen:
        Hallo Herr Muster,
        Die DIN 5008 hat die formlose Anrede-Variante mit „Guten Tag“ auch aufgenommen – allerdings auf das Komma verzichtet.
        Guten Tag Herr Muster,
        Mit anderen Worten: Die Unternehmen können sich bei ihrer Entscheidung entweder auf den Duden oder auf die DIN 5008 berufen. Entscheidend ist nur, dass sich alle an diese Entscheidung halten.“
        https://erfolgreich-schreiben.typepad.com/schreiben_im_beruf_/2008/10/komma-nach-gute.html
        Freundliche Grüße
        Bertram Graw

  • Avatar
    Hasan Mahahed 26. November 2018 07:43

    Nürnberg, 26.11.2018

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Ich habe eine Frage?
    Meine Frage ist, wenn ich einen Brief schreiben und der schrieb formal ist. Ich kann Mit freundliche grüße. Mit freundlichen grüßen Abdi Hasan

  • Avatar
    anonym 6. März 2018 17:54

    Meines Erachtens nach ist die Grußformel „Sehr geehrte/r …“ genauso altmodisch, wie „Hochachtungsvoll“ ; … doch ich habe noch keine – mir angenehme – Alternative gefunden. Ich schreibe im Moment „Geehrte/r …“ um dennoch höflich zu bleiben. Im Grunde genommen weiß ich (beim Erstkontakt) aber trotzdem nicht, ob meine Ansprechperson diese äußerst wertschätzende Haltung überhaupt verdient.
    Wo ich jedenfalls immer ein Problem habe, ist, wenn ich ein Team ansprechen möchte, was immer dann passiert, wenn ich in einer Mail keine konkrete Ansprechperson vorfinde und ich antworten möchte. Was tut man in so einem Fall?

    • Angelika Unger
      Angelika Unger 7. März 2018 08:31

      Liebe/r anonym, schauen Sie doch mal oben im Artikel. Frau Meyden gibt auch Tipps für die Anrede. Vielleicht ist was für Sie dabei?

      Herzliche Grüße
      Angelika Unger vom impulse-Team

  • Avatar
    Anja Härtel 28. November 2017 07:03

    Ich finde die Grüße von Herrn Piesbergen sehr kreativ. Kann man gut verwenden, wenn man mit Geschäftspartnern gut zusammenarbeitet und es schon etwas „menschelt“. Das belebt den tristen Emailkontakt. Auch gut einsetzbar unter Kollegen an verschiedenen Firmenstandorten.

  • Avatar
    Christian Schwochert 18. November 2017 16:14

    Zitat: „Der Gruß blieb in Erinnerung und sorgte in der Redaktion für Diskussionen“
    Na ich denke mal, dass ist gut für ein Unternehmen, wenn man in Erinnerung bleibt :-)

  • Avatar
    Ingo Ullrich 29. Oktober 2017 20:01

    erstmal irritiert, wie kommt zu einem artikel aus dem oktober ein Kommentar aus dem Februar??
    dann zweitemal gelesen (wer lesen kann ist klar im vorteil) und verstanden.
    für mich gehört soetwas in einen respektvollen Umgang miteinander bzw die Achtung des Gegenüber; bzw zu einer entsprechenden Bildung (ich habe mittlerweile Angst vor diesen ganzen Knigge und sonstigen Beratern)
    da müssen keine lustigen Sprüche kreiert werden, vorallem nicht bei einem Erstkontakt (bei mir fallen dann direkt alle Klappen)
    man(n) sollte auch wissen das Hochachtungsvoll schon lange nicht mehr Hochachtungvoll ist sondern im sanftesten Fall in einem Rechtsstreit benutzt wird.
    Ingo Ullrich

  • Avatar
    Norbert Greif 19. Februar 2017 12:10

    „Oder Sie nehmen die Grußformel mit in Ihre Signatur auf.“

    Ein Gruß sollte trotz allem immer etwas Individuelles sein. Eine Grußformel in der Signatur hat daher etwas sehr Unpersönliches, ich selbst mag es gar nicht und verwende es daher auch nicht. „Danke und Gruß“ in der Signatur klingt auf die Dauer einfach nur noch reichlich überflüssig, man hat das Gefühl, dass man vom Versender eher als störend oder zumindest lästig empfunden wird.

  • Avatar
    Micahel Piesbergen 17. Februar 2017 15:32

    Mein Gruß aus dem Allgäu ist immer ein Wetterbericht (das zutreffende Wort wird fettgestellt) und kommt bei meinen Geschäftspartner z.B. in Berlin gut an:

    sonnengelbhimmelblaue | watteweißbewölkte | grauweißgemütstrübende | nebelgraufeuchtgrüne | regennasswiesengrüne | weißverschneiteisblumenblaue | nebeltrübgrauverschneite | nächtlichschwarzsternenfunkelnde | nächtlichschwarzgrauweißbedeckte
    Grüße aus dem Allgäu

    • Avatar
      Anonymous 19. Februar 2017 13:04

      Lieber Micahel,
      Ich finde ihre Wortschöpfungen ganz toll und würde gerne die Idee „ein bisschen“ klauen…
      … grauweißgemütstrübende Grüße aus Wien!
      Elena

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