Zufriedenheit am Arbeitsplatz 7 Tipps, damit sich Ihre Mitarbeiter im Büro wohlfühlen

Für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz ist es wichtig, dass es Rückzugsräume gibt und solche, wo sich Mitarbeiter begegnen können.

Für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz ist es wichtig, dass es Rückzugsräume gibt und solche, wo sich Mitarbeiter begegnen können. © impulse / Dorothée Schmid

Playstation, Kicker, Fitnessraum: Unternehmen versuchen einiges, damit sich ihre Mitarbeiter am Arbeitsplatz wohlfühlen. Dabei sind andere Dinge viel wichtiger.

Mit einer Rutsche können die Google-Mitarbeiter in der Züricher Niederlassung in die Kantine sausen, während jene in der Zentrale in Kalifornien im hauseigenen Pool relaxen dürfen. Bei Spotify nutzen Mitarbeiter Schreibtische unter freiem Himmel und bei der Otto Group gibt es einen Coworking-Space mit Designersesseln, die wie Schaukeln von der Decke baumeln.

Und auch viele andere Unternehmen versuchen, Arbeitsräume für die Mitarbeiter attraktiv zu gestalten. Eine gute Idee: Je wohler sich Arbeitnehmer im Büro fühlen, desto motivierter sind sie bei der Sache, desto bessere Leistungen bringen sie und desto größer ist ihre Bindung an das Unternehmen, wie eine Studie des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation ergab.

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Fast jeder dritte ist unzufrieden mit der Arbeitsumgebung

Der Erfolg lässt allerdings zu wünschen übrig: Knapp 30 Prozent der Angestellten sind unzufrieden mit ihrer Arbeitsumgebung, wie das Meinungsforschungsinstitut Appinio in einer Umfrage für den Murmann-Verlag herausgefunden hat. Die Umfrage legt nahe, dass Arbeitgeber an der falschen Stelle Geld ausgeben: Angestellte möchten nicht in einer Wellness-Oase oder einem Vergnügungspark arbeiten; ihnen ist sehr viel wichtiger, dass sie ungestört arbeiten können. Auch großzügig geschnittene Büros oder eine schicke Arbeitsumgebung stuften viele Arbeitnehmer als nicht so wichtig ein.

Statt also eine Playstation oder einen Kicker zu kaufen, können Arbeitgeber Folgendes tun, um die Arbeitsumgebung ihrer Mitarbeiter zu verbessern:

1. Schaffen Sie mehr Rückzugsräume

Knapp 45 Prozent der Befragten wünschten sich Rückzugsräume für ein konzentriertes Arbeiten, jeder Dritte hätte sogar gerne ein Einzelbüro. Denn gerade in Großraumbüros ist es oft schwierig, ungestört zu telefonieren oder in Ruhe nachzudenken. Manche Unternehmen richten deswegen extra so genannte Stille-Räume ein und statten diese aufwendig aus.

Chefs von kleineren Unternehmen können darüber nachdenken, den Drucker-Raum zu einem Rückzugsort – beispielsweise für Power-Naps oder Stillarbeiten – umzufunktionieren: Drucker raus und Couch rein. Chefs, die die Möglichkeit dazu haben, können als Alternative zum Einzelbüro auch Denkerzellen im Großraumbüro errichten: Diese Konstruktionen lassen sich leicht auf- und wieder abbauen und sind schalldicht.

2. Verhindern Sie unnötigen Lärm im Büro

Gerade im Großraumbüro sollte man Lärmquellen beseitigen – beispielsweise indem man den lauten Drucker auf den Flur verlagert. Schallschluckende Teppiche, Decken und Wände helfen ebenfalls dabei, den Lärm zu reduzieren.

Zusätzlich können Chefs auch eine „stille Stunde“ einführen – die erfordert allerdings ein wenig Vorarbeit und Absprache unter Team-Mitgliedern. In unserem Artikel „5 Tipps, wie Sie mit Störungen besser umgehen“ lesen Sie mehr dazu, wie Sie am besten mit Arbeitsunterbrechungen umgehen können.

3. Sorgen Sie für mehr Grün im Büro

Gerade bei gutem Wetter wünschen sich viele Arbeitnehmer, auch mal draußen arbeiten zu können oder die Mittagspause im firmeneigenen Garten zu verbringen: Rund 40 Prozent der Befragten hätten gerne eine Terrasse oder einen Garten im Unternehmen. Chefs, die nicht gleich einen Garten anlegen oder eine Terrasse anbauen können oder wollen, könnten fürs Erste auch ein paar Büropflanzen anschaffen oder eine begrünte Sitzecke einrichten. Und Mitarbeiter dazu ermutigen, in der Pause öfters mal rauszugehen.

4. Fördern Sie den Austausch Ihres Teams

In der Unternehmensküche treffen sich Mitarbeiter, die sich sonst fast nie über den Weg laufen. 36 Prozent der Arbeitnehmer wünschen sich mehr Flächen, wo sie sich mit Kollegen austauschen können. Häufig reichen schon eine Sofaecke oder ein gemeinsamer Esstisch für die Mittagspause. Die Möbel müssen nicht mal besonders modisch oder teuer sein – auf eine schicke Umgebung legen über 80 Prozent der Befragten keinen großen Wert.

5. Lassen Sie Ihre Angestellten ihren Arbeitsplatz selbst gestalten

Bilder vom letzten Urlaub, Pflanzen oder Motivationssprüche: Rund 30 Prozent der Befragten ist es besonders wichtig, den Arbeitsplatz ganz nach ihrem Gusto verschönern zu können. Dadurch fühlen sich Mitarbeiter nicht nur wohler, sondern arbeiten auch kreativer. Laut einer Umfrage der Chung-Ang Universität in Seoul steigern persönliche Gegenstände am Arbeitsplatz die Kreativität um rund 30 Prozent.

6. Sprechen Sie über Ihr Raumkonzept

Die Mehrzahl der Befragten weiß nicht, ob ihr Arbeitgeber ein durchdachtes Raumkonzept für die Arbeitsräume hat. Gut 35 Prozent sind sich sogar sicher, dass ein solches Konzept gar nicht existiert. Als Chef sollten Sie Ihr Raumkonzept transparent machen und den Mitarbeitern erklären. So weiß jeder, welche Überlegungen hinter der Raumaufteilung stecken. Und so manche Frustration legt sich dadurch vielleicht wieder.

7. Fragen Sie Ihre Mitarbeiter nach ihren Wünschen

Gerade bei der Raumplanung ist es wichtig, Mitarbeiter nach Möglichkeit miteinzubeziehen und sie nach ihren Wünschen zu fragen. Denn nur so kann man die Bedürfnisse seiner Angestellten einschätzen und die Raumaufteilung besser planen.

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