Weihnachtsfeier im Betrieb
So bleibt die Weihnachtsfeier steuerfrei

Wer für die Weihnachtsfeier keine Steuer ans Finanzamt zahlen will, muss einige wichtige Dinge beachten. Diese Steuerregeln gelten für die Weihnachtsfeier und Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter.

14. Dezember 2022, 11:00 Uhr, von Verena Bast, Wirtschaftsredakteurin

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Wer wegen der Weihnachtsfeier keine böse Überraschung erleben will, muss einige Steuerregeln beachten.

Wer seinen Mitarbeitern mit einer Weihnachtsfeier für ihre Arbeit danken will, muss aufpassen. Will ein Unternehmer ihnen nicht nur einen Stehempfang mit belegten Brötchen bieten, kann es gut sein, dass er in die Steuerpflicht rutscht. Welche Steuerregeln Firmen bei Weihnachtsfeiern beachten müssen.

Weihnachtsfeiern mit den Mitarbeitern und eine gelungene Rede zur Weihnachtsfeier dienen in erster Linie dem Betriebsklima. Sie sind also im Interesse des Arbeitgebers. Doch auch die Arbeitnehmer profitieren davon. Fällt die Feier aber üppiger aus, hält das Finanzamt die Hand auf und fordert von den feiernden Mitarbeitern Steuern ein (Stichwort: geldwerter Vorteil). Deshalb sollten Arbeitgeber darauf achten, dass die Kosten für die Weihnachtsfeier pro Mitarbeiter einen bestimmten Betrag nicht überschreiten.

Bis zu welcher Grenze ist die Weihnachtsfeier steuerfrei?

Für Betriebsfeiern wie die Weihnachtsfeier gilt bereits seit 2015: Bei bis zu 110 Euro Freibetrag pro Kopf bleiben maximal zwei Betriebsveranstaltungen im Jahr steuerfrei, einschließlich Umsatzsteuer. Alles, was darüber liegt, ist steuerpflichtig.

Wenn die Weihnachtsfeier mehr kostet

Falls die Aufwendungen pro Kopf über dem Freibetrag liegen, müsste der Arbeitnehmer darauf Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Denn dann zählt die Weihnachtsfeier als sogenannter „geldwerter Vorteil“. Doch welcher Mitarbeiter geht schon zu einer Weihnachtsfeier, für die er am Ende Steuern zahlen muss?

Kostet die Feier also mehr als 110 Euro pro Person, gibt es eine Alternative: Der Arbeitgeber kann für den Mitarbeiter einspringen und auf die Ausgaben, die über den Freibetrag hinausgehen, eine pauschale Lohnsteuer von 25 Prozent zahlen (§ 40 Abs. 2 Nr. 2 EStG). Spendiert der Chef also eine Weihnachtsfeier, die pro Kopf 130 Euro kostet, müsste er die pauschale Lohnsteuer von 25 Prozent auf 20 Euro zahlen – das ergibt einen Betrag von 5 Euro pro Person.