Nachhaltigkeit in Unternehmen 22 Tipps, die Ihr Unternehmen grüner machen

Nicht nur Grünfärberei: Mit diesen Ideen wird Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen bald groß geschrieben.

Nicht nur Grünfärberei: Mit diesen Ideen wird Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen bald groß geschrieben.© Marie Maerz / photocase.de

In jedem Unternehmen gibt es Stellschrauben, mit denen man die Umwelt schützen und Ressourcen schonen kann. 22 Anregungen, wie Sie den ökologischen Fußabdruck Ihres Unternehmens verringern können.

Seit Monaten gehen Schüler freitags auf die Straße und streiken für mehr Klimaschutz. Viele verlangen nach strengen politischen Maßgaben, damit die Klimaschutzziele noch erreicht werden. Doch was kann jeder Einzelne tun, um nachhaltiger zu wirtschaften, Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren, Energie zu sparen? 22 kleine und größere Ideen für Arbeitgeber, die an die Zukunft denken.

Unterwegs

Aufs Fliegen verzichten: Fliegen ist die klimaschädlichste Art zu reisen. Und viele Kurzstreckenflüge sind vermeidbar. Es lohnt sich, vorm Buchen kurz inne zu halten: Kann ich auch mit dem Zug fahren? Oft lässt sich die längere Fahrtzeit dort ja sogar produktiver nutzen als im Flugzeug. Oder reicht vielleicht sogar eine Videokonferenz? Tipp: Mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamts können Sie unter dem Punkt „Mobilität“ Ihre persönliche CO2-Bilanz ausrechnen.

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CO2-Emissionen kompensieren: Wenn sich ein Flug nicht vermeiden lässt, können Sie über Anbieter wie Atmosfair Ihre CO2-Emissionen kompensieren. Die Treibhausgase, die Sie ausstoßen, werden dann an anderer Stelle eingespart – weil Ihr Geld in Projekte fließt, die das Klima schützen.

Dienstfahrräder anschaffen: Kommen Ihre Mitarbeiter mit dem Dienstfahrrad zur Arbeit, sind sie nicht nur erwiesenermaßen seltener krank. Sie tun auch etwas für die Umwelt.

Anders Auto fahren: Wenn Autos fürs Geschäft unabdingbar sind, dann lohnt es sich, bei Neuanschaffungen auf einen möglichsten geringen Kraftstoffverbrauch zu achten (detaillierte Tipps dazu gibt das Umweltbundesamt). In größeren Städten ist Carsharing eine Option. Und wenn viele Ihrer Mitarbeiter mit dem Auto zur Arbeit pendeln, können Sie Fahrgemeinschaften fördern.

Im Büro / im Betrieb

Auf Recycling-Papier drucken: Achten Sie auf das Umweltzeichen „Blauer Engel“. Das garantiert, dass die Papierfasern zu 100 Prozent aus Altpapier gewonnen wurden.

Papier sparen: Nur noch ausdrucken, was wirklich nötig ist (wer Papierkram dauerhaft abschaffen will, findet hier Tipps für das digitale Büro). Und: Bei Drucker und Kopierer „beidseitig drucken“ als Standard-Einstellung festlegen.

Zum Ökostrom-Anbieter wechseln: Laut Umweltbundesamt verursacht die Stromerzeugung in Deutschland am meisten Treibhausgas-Emissionen. Unternehmen können Ihren CO2-Abdruck deutlich senken, indem Sie auf Strom aus erneuerbaren Energien setzen. Achten Sie bei der Auswahl des Anbieters auf die Label Grüner Strom oder OK Power.

Post klimaneutral verschicken: Viele Versanddienste bieten für den Transport von Briefen und Paketen „grüne“ Optionen an. Beim Transport wird darauf geachtet, CO2-Emissionen zu vermeiden. Die Emissionen, die noch anfallen, werden durch die Investition in Klimaschutzprojekte neutralisiert.

Alternativ googeln: Die Suchmaschine Ecosia verwendet ihre Gewinne, um weltweit Bäume zu pflanzen. Und ihre Server werden zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien betrieben.

Rechner ausschalten: Nach Feierabend den PC komplett vom Netz trennen. Computer verbrauchen in der Regel auch im ausgeschalteten Zustand Strom. Das Umweltbundesamt empfiehlt dafür Steckdosenleisten mit Schalter.

Bildschirmschoner ausschalten: Die Fotos vom Sonnenuntergang oder der Meeresbrandung sind zwar hübsch, verbrauchen aber mehr Strom, als wenn der Bildschirm nach einiger Zeit einfach abgeblendet wird.

Hygieneartikel aus Recyclingpapier kaufen: Auch Klopapier, Taschentücher und Küchenrolle gibt es mit dem Umweltzeichen Blauen Engel.

Auf pflanzliche Kosmetik und Putzmittel umsteigen: Handseife oder Putzmittel aus pflanzlichen und biologisch abbaubaren Inhaltsstoffen nutzen. Mit der App ToxFox des BUND können Sie prüfen, welche Kosmetikprodukte als gefährlich eingestufte Schadstoffe enthalten und welche bedenkenlos sind.

Berufsbekleidung aus Bio-Baumwolle kaufen: Für die Produktion von einem Kilo konventioneller Baumwolle werden in Indien bis zu 23.000 Liter Wasser verbraucht, so die Vereinigung Deutscher Gewässerschutz. Besser: Beim Kauf von Team-Shirts, Kitteln und Arbeitskleidung auf Bio-Baumwolle oder recycelte Materialien setzen. Weit verbreitet und vertrauenswürdig ist das GOTS-Siegel für Textilien.

Müll trennen: Papier, Plastik, Hausmüll, Glas und vor allem Batterien und Elektroartikel sollten richtig getrennt und entsorgt werden. Wenn das Recycling schleppend läuft, können Sie einen Mülltrenn-Paten bestimmen, der die Kollegen aufklärt und antreibt.

Weniger wegschmeißen: Ausrangierte Büro-Möbel nicht gleich verschrotten. Sozial- und Wohlfahrtsverbände wie Caritas oder AWO nehmen häufig Möbelspenden entgegen. Und Reste aus der Werkstatt oder Produktion sind für Kindergärten oder Jugendclubs vielleicht noch wertvolles Bastelmaterial.

In der Kaffeeküche

Bio-Produkte kaufen: „Biolebensmittel helfen, die mit der konventionellen Landwirtschaft verknüpften Umweltbelastungen zu reduzieren“, heißt es auf der Seite des Umweltbundesamts. Denn bei ihrer Produktion wird auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leicht lösliche mineralische Düngemittel verzichtet und eine möglichst artgerechte Tierhaltung angestrebt. Ob Bio-Produkte auch fürs Klima besser sind, ist allerdings umstritten.

Leitungswasser trinken: Pur oder aufgesprudelt ist Wasser aus dem Wasserhahn das umweltfreundlichste Getränk. Ansonsten gilt bei Getränken: Mehrwegflaschen (egal ob aus Glas oder PET) aus der Region sind aus Umweltsicht die erste Wahl.

Mehrwegbecher anschaffen: 2,8 Milliarden Einwegbecher nutzen die Deutschen laut Umweltbundesamt im Jahr für Kaffee, Tee oder Kakao. Viel unnötiger Müll wird gespart, wenn Sie Ihre Mitarbeiter mit Mehrwegbechern für ihren Coffee to go ausstatten. Je öfter der Becher genutzt wird, desto besser für die Öko-Bilanz.

Draußen

Nicht mehr mähen: Falter und Bienen freuen sich über jeden Quadratmeter Wiese, der verwildern durfte. Überlegen Sie, ob auf Ihrem Firmengeländer der Rasen wie ein perfekter Golfrasen aussehen muss.

Insektenhotel aufstellen: Anleitungen zum Selberbauen von fachgerechten Insektenquartieren und Nisthilfen gibt es zum Beispiel beim Nabu. Wer nicht handwerkern will, kann dort auch ein fertiges Insektenhotel kaufen.

Müll sammeln: Mit Handschuhen und Müllbeuteln bewaffnet durch die Natur joggen und alles aufsammeln, was andere weggeworfen haben – die Schweden nennen das „Plogging“. Eine originelle Idee für den nächsten Betriebsausflug.

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1 Kommentar
  • Ingo Ullrich 4. Juni 2019 09:48

    Anmerkung, was noch fehlt: Smartphone und tablet nicht ständig aufladen
    rechnerisch wird für das Laden aller dieser Teile nur in Deurtschland die Energieerzeugung von 3 Kohlekraftwerken benötigt

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