Zusatzleistungen Diese 5 Extras sind bei jungen Menschen am beliebtesten

Arbeitgeber, die Zusatzleistungen zum Gehalt anbieten, sind attraktiver.

Arbeitgeber, die Zusatzleistungen zum Gehalt anbieten, sind attraktiver.© knallgrün / photocase.de

Unternehmen konkurrieren um Absolventen und Berufseinsteiger. Auch ohne hohes Gehalt kann man sie für sich gewinnen: mit Zusatzleistungen. Welche sind bei Berufseinsteigern am beliebtesten?

Die heute 18- bis 35-Jährigen, auch als Generation Y bezeichnet, stellen bald den Großteil der Mitarbeiter in Unternehmen. Mit welchen Zusatzleistungen Arbeitgeber bei diesen jungen Arbeitskräften punkten können, hat das Marktforschungsinstitut Splendid Research in seinem Employer Attractiveness Monitor 2018 herausgefunden. Für die repräsentative Studie wurden 1005 Arbeitnehmer mit akademischem Hintergrund befragt.

Die beliebtesten Zusatzleistungen bei der Generation Y

1. Urlaubs- und Weihnachtsgeld

Gut 66 Prozent der Befragten wünschen sich Urlaubsgeld und/oder Weihnachtsgeld von ihrem Arbeitgeber. Tipp: Wenn Sie bei diesen Zusatzleistungen flexibel bleiben wollen, dann nehmen Sie sie besser nicht in den Arbeitsvertrag auf, sondern zahlen Sie sie in guten Geschäftsjahren „ad hoc“.

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2. Betriebliche Altersvorsorge

Etwas über die Hälfte der jungen Angestellten schätzt diese Zusatzleistung – kein Wunder in Zeiten unsicherer Renten. Eine betriebliche Altersvorsorge stärkt auch die Mitarbeiterbindung ans Unternehmen. Und mit dem neuen Betriebsrentenstärkungsgesetz soll eine Betriebsrente für Mitarbeiter und Firmen noch attraktiver werden.

3. Bonus/Erfolgsbeteiligung

Finanziell am Erfolg der Firma wollen 39 Prozent der Befragten gerne beteiligt werden – zum Beispiel durch Bonuszahlungen.

4. Wasser, Säfte und/oder Softdrinks

Diese Zusatzleistung können Arbeitgeber verhältnismäßig einfach und billig gewähren. Kostenlose kalte Getränke werden von gut jedem Dritten geschätzt – vielleicht bestellen Sie gleich mal einen Wassersprudler.

5. Kantine/Essen

27 Prozent der jungen Arbeitnehmer hätten gerne eine Kantine oder sonstige Verpflegungsangebote von ihrem Arbeitgeber. Vielleicht können Sie eine Kooperation mit einem Lieferdienst starten? Oder Gutscheine für ein Restaurant in der Nähe ausgeben?

Unterschiede zur älteren Generation X

Die älteren Mitarbeiter, also die, die zwischen 1965 und 1980 geboren wurden und auch Generation X genannt werden, schätzen übrigens dieselben Zusatzleistungen wie die jüngeren Arbeitnehmer. Auch bei Ihnen steht Urlaubs- und Weihnachtsgeld an erster Stelle (ebenfalls gewünscht von 66 Prozent), gefolgt von der betrieblichen Altersvorsorge (44 Prozent). Die weitere Rangfolge unterscheidet sich von der jüngerer Arbeitnehmer: Es folgen Getränke (37 Prozent), die Kantine (35 Prozent) und auf Platz 5 die Erfolgsbeteiligung (27 Prozent).

Weniger Gehalt gegen mehr Zusatzleistungen

43 Prozent der jüngeren Arbeitnehmer gaben an, dass sie auf Gehalt verzichten würden, um dafür bestimmte Zusatzleistungen zu erhalten. Bei der Generation X war es hingegen nur ein Viertel. In der Studie wurden 19 unterschiedliche Zusatzleistungen untersucht: Urlaubsgeld, Boni, betriebliche Altersvorsorge aber auch eher weniger verbreitete Angebote wie Konzert- oder Eventkarten, Kochkurse oder Reise- und Urlaubsofferten. Die Befragten konnten davon beliebig viele nennen, die sie gerne haben würden.

Vor allem Dienstwagen haben es den Jüngeren angetan: Sie wären bereit, für einen Dienstwagen auf elf Prozent ihres monatlichen Brutto-Lohnes zu verzichten. An zweiter Stelle steht bei der Generation Y der Kita-Kostenzuschuss: Dafür würden Arbeitnehmer auf acht Prozent ihres Gehalts verzichten.

Stimmen Gehalt und Arbeitsinhalt, findet immerhin die Hälfte aller Arbeitnehmer Zusatzleistungen überflüssig. „Man sieht also, dass diese Leistungen zwar beliebt sind, aber wenn die Basis stimmt, trägt das in noch erheblicherem Maße zur Zufriedenheit der Arbeitnehmer bei“, so Studienleiter Thilo Kampffmeyer.

Wenn Arbeitgeber Extraleistungen gewähren, dann müssen Sie einige Regeln beachten, damit die Mitarbeiter diese nicht versteuern müssen. Mehr dazu hier: Steuerfreie Arbeitgeberleistungen.

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