Response-Raten im Marketing Wissen Sie, welche Werbung Ihre Kunden wirklich wollen?

Hauptsache laut und auffallend? Von wegen: Die besten Responseraten erreichen Unternehmen mit gezieltem Marketing und Rabattaktionen.

Hauptsache laut und auffallend? Von wegen: Die besten Responseraten erreichen Unternehmen mit gezieltem Marketing und Rabattaktionen.© FemmeCurieuse / photocase.de

Fünf Sekunden, so wenig Zeit haben Unternehmen, um potenzielle Kunden mit ihrer Werbung zu überzeugen. Eine Studie zeigt zudem, dass ein alter Marketing-Trick auch heute noch funktioniert.

Kennen Sie das? Sie lassen Flyer drucken, verschicken Werbe-Newsletter – doch neue Kunden, neue Aufträge beschert Ihnen diese Marketing-Aktion nicht. Womöglich liegt’s daran, dass Sie keine Rabatte in Aussicht gestellt haben. Denn Kunden wollen in erster Linie: Schnäppchen machen. Das zumindest legt eine Umfrage nahe, die Coleman Parkes Research im Auftrag des Technologieunternehmens Pitney Bowes gemacht hat. Befragt wurden 1028 Verbraucher in Deutschland.

Jeder dritte Befragte reagiert demnach auf Marketing-Aktionen, bei denen Rabatte in Aussicht gestellt werden. Deutlich niedriger ist die so genannte Response-Rate etwa bei Infos über neue, innovative Angebote: Hier reagiert nur jeder Achte. Höhere Erfolgschancen hat außerdem individuelles Marketing, das auf die Bedürfnisse und Interessen eines Kunden abzielt: 22 Prozent der Befragten gaben an, für gezielte Werbemaßnahmen empfänglich zu sein. Das können beispielsweise Empfehlungen sein wie „Ähnliche Artikel wie die, die Sie sich angesehen haben“ oder Hinweise auf Aktionen in der Nähe des Wohnorts. Für diesen Service sind die Kunden bereit, persönliche Daten anzugeben, etwa zu Interessen, Alter oder Postleitzahl.

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Marketing, das Ihre Kunden nervt

Wie Werbung bei potenziellen Kunden ankommt, hängt auch davon ab, auf welchem Weg sie sie erreicht. So gehen irrelevante Werbe-Anrufe nahezu zwei Dritteln der Befragten auf die Nerven. Anderen Formen der Werbung stehen sie deutlich gnädiger gegenüber: Irrelevante E-Mails empfinden 32 Prozent als störend, bei Social-Media-Marketing sind es 31 Prozent, bei Mailings per Post 26 Prozent.

Viel Zeit haben Unternehmen nicht, um ihre Kunden zu überzeugen: Fast die Hälfte der Kunden entscheidet binnen maximal fünf Sekunden, ob ein Werbe-Newsletter oder Flyer für sie interessant sein könnte – wenn nicht, wandert er in den Papierkorb.

Und unabhängig vom Kanal gilt: 22 Prozent der Befragten wünschen sich weniger Marketing-Aktionen.

Was bedeutet das für Unternehmer?

Aus den Umfrage-Ergebnissen lassen sich folgende Empfehlungen für erfolgreiches Marketing ableiten:

  1. Lieber E-Mails schreiben als anrufen: Diese Art der Kontaktaufnahme wirkt weniger aufdringlich.
  2. Gute Betreffzeilen texten: Ein Newsletter muss potenzielle Kunden binnen wenigen Sekunden zum Lesen verführen. Worauf es bei guten Betreffzeilen ankommt, lesen Sie in unserem Artikel: „Betreffzeilen: Die wichtigste Stellschraube für Ihr E-Mail-Marketing“.
  3. Mit Rabatten werben: Wer im Betreff eines Newsletters einen Rabatt ankündigt, hat die besten Chancen, wahrgenommen zu werden.
  4. Clever personalisieren: Personalisiertes Marketing kommt an. Onlineshop-Betreiber finden in diesem Artikel Tipps für die Personalisierung: „So sprechen Sie Kunden persönlich an“.
  5. Sparsam dosieren: Schütten Sie Ihre Zielgruppe nicht mit Newslettern, Mailings und Flyern zu – zu viel Werbung verprellt den interessiertesten Kunden.

1 Kommentar
  • Martin 21. April 2017 15:57

    Eine sehr schöne Zusammenfassung der Redaktion! Als Marketer / Werbetreibende sind wir natürlich ständig auf der Suche nach den effektivsten Methoden um die Botschaft an den Mann zu bringen. Hier gilt jedoch: keine Gießkanne, sondern clevere Tools und Insights nutzen, um den Nutzer nicht mit irrelevanten Content zu bespielen und dadurch nicht nur das Marketingbudget zu verblaßen sondern auch die Nutzer zu nerven! Als Addon ist der Bereich Social Media Marketing in letzten Jahren sehr wichtig geworden. jedoch gibt es z.Z. keine guten Tools, welche Analysen der Nutzer machen und darauf basierend relevante Ads ausspielen. Zumindest kenne ich nur einen Anbieter, welcher das nachhaltig macht, leider aber auch nur für Twitter. Für alle heißt es nun: Insights sammeln, Daten auswerten und daraus Schlüsse zum Bessermachen ziehen.

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