Handy-Knigge für Meetings Warum das Handy nicht auf den Tisch, sondern in die Tasche gehört

Das Handy ist unser ständige Begleiter. Aus Respekt vor seinem Gegenüber sollte man es aber manchmal lieber in der Tasche lassen.

Das Handy ist unser ständige Begleiter. Aus Respekt vor seinem Gegenüber sollte man es aber manchmal lieber in der Tasche lassen.© Christin Klose/dpa

Während Meetings tippen heute viele auf ihrem Smartphone herum. Warum das unhöflich ist, welches Signal das an Kollegen sendet und wie man sich richtig verhält, sagt Knigge-Expertin Agnes Anna Jarosch.

Schnell ein paar Nachrichten lesen oder eine Mail schicken: Das Smartphone ist heutzutage fast überall dabei, auch in Meetings. Aber ist es mit Rücksichtnahme und Höflichkeit vereinbar, auch bei Meetings erreichbar zu sein?

Agnes Anna Jarosch vom Deutschen Knigge-Rat meint dazu ganz grundsätzlich: Anwesende haben immer Vorrang vor Nicht-Anwesenden. Wer diesen Grundsatz befolgt, mache schon vieles richtig. Man sollte immer hinterfragen, welche Botschaft man aussendet, wenn ein Mitmensch einem seine Zeit schenkt und man selbst währenddessen zum Beispiel auf dem Smartphone herumtippt, sagt Jarosch.

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Welches Signal sendet man dadurch aus?

Head-down-Syndrom nennt man das Phänomen, wenn in einem Raum viele Menschen mit ihren Handys beschäftigt sind und die Augen nur auf die Displays fixiert haben. Die Stimmung in dem Raum sei dadurch negativ, denn die Körpersprache sendet ein klares Signal aus, sagt Jarosch – die eigene Haltung wirkt introvertiert, verstimmt, fast depressiv.

Was gilt, wenn man auf einen dringenden Anruf wartet?

Manchmal lässt sich ein dringender Anruf oder die Antwort auf eine Mail aber nicht aufschieben. In solchen Fällen sollte man das den anderen Leuten am Tisch kurz erklären. Für Telefonate ist es diskreter, den Raum zu verlassen. In Branchen, in denen schnelle Reaktionszeiten auf Nachrichten erwartet werden, sollte das in der Planung berücksichtigt werden. In längeren Meetings oder Seminaren sind Kommunikationspausen sinnvoll.

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Wo soll das Smartphone stattdessen hin?

Wenn das Handy in einem Meeting unverzichtbar ist, gehört es dennoch nicht auf den Tisch, sagt Jarosch. Wenn das Handy auf dem Tisch liegt, ist man geneigt, dorthin zu sehen. Die Aufmerksamkeit ist folglich woanders und nicht vollkommen beim Gegenüber. Der Rat von Jarosch: Lieber das Handy mit Vibrationsalarm in der Jackettasche verstauen.

1 Kommentar
  • ingo ullrich 9. Dezember 2016 10:19

    Guten Morgen
    es ist frustierend mit welchen Themen ihr euch beschäftigen müßt
    Es gehört zu den Grundzügen des gesellschaftlichen Miteinander dem Gegenüber nicht so deutlich seine Missachtung zu zeigen.

    Im geschäftlichen = habe noch nie erlebt das ein Kunde während eines Gespräches telefoniert
    meint der Mitarbeiter oder Vertreter einen Anruf annehmen zu müssen breche ich das Gespräch ab.
    Der Mitarbeiter muss mir nachher erklären welche weltbewegenden Dinge wichtiger waren als die Projektbesprechung mit mir
    Der Vertreter geht ohne Order und wird es schwer haben mit mir einen Gesprächstermin zu haben

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