Bewerbungsprozess Mit diesen Fehlern vergraulen Sie Bewerber

Einladend - oder doch eher abschreckend? Wie Sie Ihr Unternehmen präsentieren, entscheidet mit über Ihren Erfolg bei Jobsuchenden.

Einladend - oder doch eher abschreckend? Wie Sie Ihr Unternehmen präsentieren, entscheidet mit über Ihren Erfolg bei Jobsuchenden. © mem-film.de / photocase.de

Unternehmen müssen sich heute ins Zeug legen, um qualifizierte Kandidaten für offene Stellen zu finden. Diese Fehler im Bewerbungsprozess verzeihen Jobsuchende nicht.

Sie bekommen nur wenige Bewerbungen auf offene Stellen – und außerdem springen immer wieder Bewerber ab? Vielleicht liegt’s daran, dass Ihr Bewerbungsprozess nicht rund läuft. Worauf Kandidaten hierbei besonders achten, haben das Karriereportal Monster und die Universität Bamberg untersucht: Sie befragten mehr als 4800 Jobsuchende, mit welchen Fehlern sich Unternehmen bei der Rekrutierung disqualifizieren.

Fehler 1: Schlechte Unternehmenspräsentation

Der erste Eindruck zählt: Das gilt auch im Bewerbungsprozess. Wirkt der Internetauftritt eines Unternehmens oder dessen Karriere-Website unübersichtlich, altbacken oder unprofessionell, machen sich viele Bewerber gar nicht erst die Mühe, eine Bewerbung zu schicken.

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Zudem achten Jobsuchende sehr genau darauf, wie das Unternehmen sich selbst präsentiert. Wer unehrlich oder oberflächlich rüberkommt oder einfach nicht den richtigen Ton trifft, hat es schwer: 80 Prozent der Befragten nannten eine wenig überzeugende Selbstdarstellung als Ausschlusskriterium bei einer Bewerbung.

Abschreckend auf Jobsuchende wirkt der Umfrage zufolge auch eine lahme Website. Führen dann womöglich noch Links ins Leere, die Seite lässt sich vom Handy aus nicht gut lesen oder gar nicht öffnen, hat das Unternehmen seine Chancen endgültig verspielt.

Fehler 2: Mangelhaftes Bewerbermanagement

Bewerber haben es satt, wochenlang auf Rückmeldung zu warten, immer wieder vertröstet zu werden oder womöglich gar keine Antwort zu bekommen. Knapp drei Viertel der Befragten gaben an, sich über solche Fehler zu ärgern. Einen schlechten Eindruck können Arbeitgeber auch durch ein Absageschreiben hinterlassen: Wer Bewerber mit einer Standardabsage abspeist, schadet dem guten Ruf des Unternehmens.

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„Personaler sollten sich in die Lage der Kandidaten versetzen“, rät Studienleiter Tim Weitzel vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Universität Bamberg. „Je jünger die Kandidaten, desto schneller wird eine Antwort erwartet – und zwar keine Standard-E-Mail.“ Mehr darüber erfahren Sie in unserem Artikel zum Thema Bewerbungsabsage.

Fehler 3: Unprofessionelles Bewerbungsgespräch

Im Bewerbungsgespräch bewirbt sich nicht nur der Jobsuchende beim Unternehmen, sondern das Unternehmen muss umgekehrt auch den Kandidaten von sich überzeugen. Rund 60 Prozent der Jobsuchenden haben der Umfrage zufolge schon einmal ein Jobangebot abgelehnt, weil sie im Bewerbungsgespräch einen schlechten Eindruck vom Unternehmen hatten. Die Hauptkritikpunkte: unprofessionelles Auftreten, schlechte Organisation, Unpünktlichkeit.

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